GMX lehnt gültige Postanschriften ab

GMX hat heute ein Problem beim Abspeichern geänderter Adressdaten eingeräumt.

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Von
  • Holger Dambeck

Viele GMX-Kunden, die ihre beim Provider angegebene Postanschrift ändern möchten, bekommen gegenwärtig die Nachricht: "Die Adresse kann nicht verifiziert werden." GMX-Sprecher Stefan Vollmer räumte ein, dass es derzeit Probleme beim Abspreichern geänderter Adressdaten gebe. Man arbeite an der Behebung des Problems.

GMX hatte bis Mitte Mai die Gültigkeit der Postadressen sämtlicher Mitglieder überprüft - angeblich unter Nutzung von Daten der Deutschen Post. Seit einigen Tagen benachrichtigt GMX seine Kunden, wenn die Überprüfung eine "nicht gültige Adresse" ergeben hat. Der E-Mail-Provider fordert die betroffenen Mitglieder dann dazu auf, "umgehend" die persönlichen Daten zu korrigieren. Gemäß den AGB akzeptiere GMX keine anonymen Anmeldungen, heißt es weiter. Einige Mitglieder berichteten, sie seien trotz Angabe ihrer gültigen Anschrift von GMX zur Adresskorrektur aufgefordert worden. Unternehmenssprecher Vollmer wies darauf hin, dass die Ursache hierfür meist in einfachen Tippfehlern oder Zahlendrehern bei der Postleitzahl liege.

Vollmer kündigte an, dass der gegenwärtig laufenden Runde der Adressvalidierung weitere folgen würden. Keiner müsse befürchten, dass sein Account sofort gesperrt werde. Frühestens nach zwei bis drei Überprüfungsdurchgängen wolle GMX damit beginnen, Mitgliedskonten mit "Fantasieadressen" stillzulegen. Wann dies genau geschehen solle, stehe noch nicht fest.

Die gegenwärtige "Bestandsaufnahme" unter den Mitgliedern stehe auch im Zusammenhang mit der geplanten Nutzung der Kundendaten zu Werbezwecken, sagte GMX-Sprecher Vollmer. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass die persönlichen Adressen nicht nach außen weiter gegeben würden; GMX wolle die Anschriften nur vermieten. (hod)