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GMX und Web.de schützen vor Kalender-Spam

Die Mail-Dienste GMX und Web.de haben einen neuen Schutz gegen Kalender-Spam eingeführt. Der Versand von gefälschten Termin-Einladungen nimmt zu.

GMX und Web.de schützen vor Kalender-Spam

GMX und Web.de wollen ihre Nutzer besser vor Kalender-Spam schützen.

(Bild: Martin Wilhelm/GMX)

Spam-Mails nerven jeden, aber Kalender-Spam ist noch ein relativ neues Phänomen. Dabei schicken Spammer gefälschte Termin-Einladungen ins Postfach und in den digitalen Kalender. Die beiden Mail-Anbieter GMX und Web.de wollen dagegen stärker vorgehen: Kunden können ab sofort auch Kalender-Spam melden und löschen. Per Klick auf einen neuen "Spam"-Knopf verschwinden die falschen Einladungen mit Werbung, vermeintlichen Rabatt-Aktionen oder Links zu Schadsoftware- und Phishing-Seiten aus dem Posteingang. Die Schutzfunktion gegen Kalender-Spam wird in den kommenden Tagen für alle Nutzer freigeschaltet.

GMX und Web.de: Gefälschte Termin-Einladungen, die per Mail eintrudeln, lassen sich nun als Spam markieren.

(Bild: GMX)

Wer jedoch ein externes Tool für seinen Kalender nutzt und ihn über die CalDAV-Schnittstelle von GMX/Web.de synchroniert, kann die Schutzfunktion nicht verwenden. Sie ist nur im Web-Interface der Mail-Dienste zu finden. Im Vorfeld betreiben GMX und Web.de aber eine Spam-Erkennung bei eingehenden Mails, die im besten Fall auch falsche Termin-Einladungen erkennt und in den Spam-Ordner verschiebt. Der Termin wird dann nicht an den Kalender weitergereicht.

In den Einstellungen lässt sich zudem festlegen, dass Termine nicht automatisch in den Kalender übertragen werden. GMX und Web.de haben als Teilnehmer von CalConnect zudem begonnen, "über einen Standard nachzudenken, wie ein beliebiger Kalender-Client dem Kalender-Server seine Spam-Einschätzung mitteilen kann", erklärte ein Sprecher gegenüber heise online. CalConnect verbindet Techniker, die gemeinsame Standards festlegen wollen, damit Kalender unterschiedlicher Anbieter miteinander kompatibel sind. Mit dabei sind auch Google, Oath, Oracle und Apple.

Kalender-Spam macht laut GMX und Web.de aktuell rund sieben Prozent der verschickten Kalender-Einladungen aus – Tendenz steigend. Vor zwei Jahrem hatte auch Apple mit Spam im eigenen Kalender iCal zu kämpfen. Als Gegenmaßnahme konnten die Nutzer damals nur einen neuen Kalender anlegen, alle Spam-Termine dorthin verschieben und den neuen Kalender löschen.

Die falschen Termin-Einladungen anzunehmen oder auch abzulehnen sollten Empfänger nicht. Denn wer annimmt, wird durch Erinnerungen an den Spam-Termin genervt; wer ablehnt, zeigt den Absendern zumindest, dass die E-Mail-Adresse tatsächlich existiert – und lädt sie ein, noch mehr Spam zu schicken. (Mit Material der dpa) / (dbe)

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