GPD Win Max: Handheld-Spielekonsole mit Intel-Prozessor und großer PCIe-SSD

Eine Crowdfunding-Kampagne des Hersteller GPD hat bisher über eine Million Euro eingenommen. Das Win Max vereint Notebook und Handheld-Spielekonsole.

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(Bild: GPD)

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Der chinesische Hersteller GPD wagt sich an einen Hybrid aus Notebook und Handheld-Spielekonsole mit aktueller High-End-Hardware. Das Win Max ist auf dem Papier deutlich leistungsstärker als bisherige GPD-Geräte: Das Herzstück bildet Intels Mobilprozessor Core i5-1035G7 mit vier Ice-Lake-Rechenkernen (acht Threads, 1,2-3,7 GHz) und maximalem Grafikausbau (Iris Plus, 64 Ausführungseinheiten, max. 1,05 GHz). Hinzu kommen schnelle 16 GByte LPDDR4X-3733-RAM und eine 512 GByte große PCI-Express-SSD.

Das Ganze sitzt beim GPD Win Max in einem recht kompakten, 790 Gramm schwerem Gehäuse mit einem 8-Zoll-Touchscreen. Das IPS-Display stellt 1280 × 800 Pixel im 16:10-Format dar, deckt den DCI-P3-Farbraum zu 90 Prozent ab, leuchtet mit bis zu 500 cd/m² und wird von Corning Gorilla Glass 5 geschützt.

Dank Tastatur, Touchpad und vorinstalliertem Windows 10 Home lässt sich das GPD Win Max als klassisches, wenn auch kleines Notebook verwenden. An der Oberseite befinden sich allerdings auch Analog-Sticks, D-Pads und Schultertasten für mobiles Spielvergnügen. Bei hoher Last sollen die drei 5000 mAh großen Akkus etwa drei Stunden durchhalten, bei leichter Nutzung bis zu 14 Stunden. Wer mehr Leistung haben möchte, kann den Prozessor mit 20 oder 25 statt 15 Watt laufen lassen – dann werden die zwei internen Lüfter jedoch lauter.

Der Thunderbolt-3-Anschluss (USB-Typ-C) ermöglicht noch exotischere Konfigurationen mit einer externen Grafikkarte, erlaubt aber auch den Anschluss von Monitoren mittels DisplayPort 1.4. Alternativ steht ein HDMI-2.0b-Ausgang zur Verfügung. Peripherie lässt sich über zweimal USB 3.2 Gen 1 Typ A (5 GBit/s), einmal USB 3.2 Gen 2 Typ C (10 GBit/s, USB Power Delivery) und eine Audioklinke anschließen. Gigabit-Ethernet, Wi-Fi 6 (802.11ax) und Bluetooth 5.0 runden die Ausstattung ab.

GPD Win Max (7 Bilder)

(Bild: GPD)

Das Interesse an einer Handheld-Konsole wie dem Win Max testet GPD zurzeit über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo. Das Ziel hat die Kampagne mit knapp 2000 Unterstützern und 1,3 Millionen Euro bereits geschafft. Ein Win Max kostet 711 Euro, enthält aber noch keine Steuern – ein ähnlich ausgestattetes Notebook liegt auf einem vergleichbaren Preisniveau. Der Versand erfolgt aus Hongkong. In Deutschland vertreibt der Online-Shop Dragonbox GPD-Geräte, sodass eine Markteinführung hierzulande realistisch erscheint.

(mma)