GPL 3.0 behandelt auch Patente und Trusted Computing

Der Rechtsberater der Free Software Foundation äußerte sich in einem Interview zum Diskussions- und Beteiligungsprozess, der bis 2007 zu einer endgültigen Fassung der neuen Freie-Software-Lizenz führen soll.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Eben Moglen, Rechtsberater der Free Software Foundation (FSF), gab in einem eWeek-Interview weitere Details zum Verfahren bekannt, das zur neuen Version der Lizenz für freie Software GPL 3.0 führen soll. Das Projekt zur Ausarbeitung der GPL 3.0 wurde bereits vor einiger Zeit gestartet; ausgehend von einem für Anfang 2006 geplanten Entwurf soll ein etwa einjähriger Diskussions- und Beteiligungsprozess 2007 in eine endgültige neue Fassung der GNU General Public License münden. Die GPL 3.0 wird auch heikle Themen wie geistiges Eigentum, Patente, vernetzte Software und Trusted Computing ansprechen.

Die genauen Regeln für das GPL-3.0-Enstehungsverfahren will die FSF im kommenden Monat bekanntgeben. Nach Moglen betreuen acht Personen den Prozess hauptamtlich. Weitere 60 von außen hinzugezogene Experten beteiligen sich im Rahmen diverser Komitees und PR-Aktionen. Zur finanziellen Unterstützung können sich Firmen und Organisationen als Gastgeber für Meetings bewerben. Für Reisekosten von unterfinanzierten Mitgliedern der Open-Source-Community kommt ein spezieller Fonds auf.

Die FSF will aber das Sponsoring möglichst gering halten und das meiste aus eigenen Mitteln bestreiten. Laut Moglen sollen die "Stärken von FSF-Gründer Richard Stallman zu jeder Zeit berücksichtigt" werden. Allerdings bevorzuge Stallman ausgearbeitete Konzepte als Grundlage für seine Urteilsfindung. (mhe)