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GPLv3-Treiber für exFAT erreicht Version 1.0

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Andrew Nayenko vom Projekt exfat hat die Version 1.0.0 des Dateisystemtreibers fuse-exfat veröffentlicht, der Microsofts Dateisystem exFAT (Extended File Allocation Table) lesen und schreiben kann. Ähnlich wie der bei Linux-Distributionen genutzte NTFS-Treiber Ntfs-3G nutzt auch der exFAT-Treiber FUSE (Filesystem in Userspace) als Unterbau und läuft nicht nur unter Linux, sondern auch mit OS X. Im Kurztest unter Fedora 18 gelang das Lesen und Schreiben auf einen frisch mit exFAT formatierten USB-Stick ohne Probleme.

Drei Jahren Entwicklung und neun Beta-Versionen hat exfat-fuse bis zum Erreichen der Version 1.0.0 gebraucht. Neben dem Treiber bietet das exfat-Projekt auch ein exfat-utils genanntes Paket zum Download an, zu dem Programme zum Erstellen und Prüfen von exFAT-Laufwerken gehören. Genau wie der Treiber unterliegt auch die Werkzeugsammlung der Lizenz GPLv3.

Das exFAT-Dateisystem ist einfacher zu implementieren als NTFS und kann anders als FAT32 Dateien mehr als 4 GByte Kapazität speichern. Es wurde vornehmlich für den Einsatz von Datenträgern entwickelt, die mit Flash-Chips arbeiten; also USB-Sticks, Speicherkärtchen oder die in Smartphones oder Tablets eingebauten Datenträger. Lange war ein kommerzieller Treiber vom Ntfs-3G-Macher Tuxera die einzige Möglichkeit, um von Linux auf exFAT-Laufwerke zu schreiben oder zu lesen. Tuxera hat dazu ein Lizenzabkommen mit Microsoft abgeschlossen, da die Redmonder Patente auf bei exFAT verwendeten Techniken halten und Lizenzkosten für exFAT-Implementierungen verlangen – daher werden vermutlich längst nicht alle Linux-Distributoren fuse-exfat in ihre Produkte integrieren. (thl)