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GPS-Sportuhr für "Laufanfänger und Genussläufer"

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Bei Sportuhren gelten Modelle mit integriertem GPS-Empfänger bislang häufig als "Oberklasse", für die man als Kunde daher einige Euro mehr auf den Tisch legen muss. Nun hat Garmin (Halle 9, Stand 203) mit der Forerunner 10 eine "unkomplizierte GPS-Laufuhr für Hobbyläufer" (O-Ton Garmin) angekündigt, die Mitte September zum Listenpreis von rund 130 Euro erhältlich sein soll – was rund 70 Euro unter dem Listenpreis des bisherigen Einsteigsmodells Forerunner 110 liegt. Zugleich handelt es sich nach Angaben des Herstellers um die bislang kleinste und leichteste GPS-Sportuhr der Welt. Das in den Farben Pink und Lemon erhältliche "Damenmodell" wiegt 36,2 Gramm, während die etwas größere Version in Schwarz 43,3 Gramm auf die Waage bringt.

Die Forerunner 10 kann die aktuelle Pace (Geschwindigkeitseinheit, gemessen in Minuten pro Kilometer) und die bereits zurückgelegte Distanz anzeigen sowie den Streckenverlauf aufzeichnen. Wer ein gleichmäßiges Tempo laufen oder in einer bestimmten Zeit wieder zurück sein möchte, kann sich selbst über die Funktion "Virtual Pacer" eine bestimmte Pace vorgeben. Wir dieser Wert unter- oder überschritten, schlägt die Uhr Alarm. Über einen sogenannten "Run/Walk-Timer" wird wiederum ein Intervalltraining vereinfacht. Daneben zeigt die Uhr den Kalorienverbrauch an und speichert die Bestleistungen für 1 km, 5 km, 10 km und Halbmarathon (sofern diese Distanzen gelaufen wurden). Übertrifft man eine eigene Bestmarke, erhält man eine Rückmeldung.

Das Damenmodell der Forerunner 10 ist in zwei verschiedenen Farben erhältlich.

(Bild: Garmin)

Die Akkulaufzeit gibt Garmin mit rund 6 Stunden im GPS-Modus und 4 Wochen im Uhrzeitmodus an. Das Modell ist wasserdicht bis 50 Meter Tiefe. Die Trainingsdaten lassen sich über einen Rechner (Windows-PC oder Mac) an Garmins Online-Portal Garmin Connect oder eine Auswertungssoftware übermitteln.

Garmin bezeichnet die Forerunner 10 als "die unkomplizierteste GPS-Laufuhr auf dem Markt". Im Umkehrschluss bedeutet dies allerdings auch, dass es bei dem Modell gegenüber den größeren Brüdern einige Einschränkungen gibt. Die empfindlichste davon ist, dass sich die Uhr nicht mit einem Herzfrequenzmesser (meist in Form eines Brustgurts) koppeln lässt. Begründet wird dies damit, dass es bei "Laufanfängern und Genussläufern keine komplexen Herzfrequenzdaten" gebe, "mit denen man als 'Laie' ohne trainingswissenschaftliche Kenntnisse sowieso nicht viel anfangen kann". Tatsächlich ist die Geschwindigkeit alleine aber kein guter Gradmesser: Was für den einen noch gemütliches Traben ist, beschert dem anderen schon einen roten Kopf und Schnappatmung. Nicht nur Neulinge stürmen oft übermotiviert los.

Ebenfalls nicht möglich ist eine Kopplung mit einem Laufsensor, was etwa den (sinnvollen) Einsatz auf einem Laufband im Studio verhindert. Dass sich der Forerunner 10 auch nicht mit einem Radsensor verbindet, um darüber Geschwindigkeit und Trittfrequenz zu empfangen, ist bei dem als Laufuhr beworbenen Modell wohl eher zu verschmerzen. (nij)