GPU-Markt: AMD Radeon der Gewinner des vierten Quartals 2019

AMD hat Ende 2019 fast ein Viertel mehr Grafikkarten und Prozessoren mit integrierter GPU verkauft – und seinen Marktanteil dadurch deutlich ausgebaut.

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(Bild: c't)

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AMD hat Nvidia nach einem schwachen Sommer im vierten Quartal 2019 wieder Marktanteile bei Grafikkarten und eigenständigen Grafikchips für Notebooks abgenommen. Bei 27 Prozent lag AMD Ende 2019, im dritten Quartal 2019 waren es noch 24 Prozent und im Vorjahreszeitraum 26 Prozent.

Bezieht man Kombiprozessoren mit integrierter Grafikeinheit in die Beobachtung ein, hat AMD seine Verkäufe laut der Analyse von Jon Peddie Research (JPR) um 22,6 Prozent gesteigert. Dazu zählen Modelle wie der Ryzen 5 3400G für Desktop-PCs und der Ryzen 7 3700U für Notebooks, aber nicht die reinen CPUs wie der Ryzen 7 3700X. Intel bietet die meisten seiner Mainstream-Prozessoren mit GPU an, deren Verkäufe mit einem minimalen Plus von 0,2 Prozent stagnierten. Nvidias GeForce-Grafikkarten und -chips verzeichneten einen leichten Rückgang von 1,9 Prozent.

Unterm Strich hat AMD beiden Konkurrenten Anteile am Gesamtmarkt abgenommen. Der Chiphersteller kam Ende 2019 auf 19 Prozent, Nvidia auf 18 Prozent und Intel auf den Löwenanteil von 63 Prozent. Intels Spitzenposition ist auf die hohe Verbreitung der eigenen Prozessoren mit GPU zurückzuführen. Ein Jahr zuvor sah es für AMD mit einem Anteil von gerade einmal 13 Prozent noch deutlich schlechter aus. Intel hatte im vierten Quartal 2018 einen noch höheren Marktanteil von 72 Prozent inne und Nvidia 15 Prozent.

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Laut Jon Peddie Research wuchs der PC-Markt im Jahresvergleich um 3,5 Prozent. Minimal weniger PCs wurden mit einer dedizierten Grafikkarte beziehungsweise einem separaten Grafikchip ausgeliefert – in 31,9 Prozent aller Systeme steckte eine GPU. Im jetzt laufenden, ersten Quartal 2020 erwartet JPR aufgrund des Coronavirus (Covid-19) einen Umsatzeinbruch und schließt sich damit Warnungen von Firmen wie Microsoft an. (mma)