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GSI Helmholtzzentrum und ESA erforschen gemeinsam Gefahren von Weltraumstrahlung

Ein Teilchenbeschleuniger am GSI Helmholtzzentrum soll helfen, die Wirkung von Weltraumstrahlung auf Astronauten zu untersuchen. Dazu wurde eine Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumagentur beschlossen.

Raketen fast wie am Fließband: Die Produktion der ESA-Trägerrakete Ariane 6

(Bild: ESA–David Ducros, 2016)

Die Wirkung kosmischer Strahlen auf die Raumfahrt erforschen die Europäische Weltraumagentur ESA und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung künftig gemeinsam. Dabei geht es um die Gesundheit von Astronauten, aber auch um die Folgen der Strahlung für Roboter und Satelliten, für Elektronik und Material.

"GSI ist die einzige Einrichtung in Europa, die in der Lage ist, hochenergetische schwere Kerne zu simulieren, die in der kosmischen Strahlung vorkommen", sagte ESA-Generaldirektor Jan Wörner am Mittwoch in Darmstadt.

Die beiden Einrichtungen hatten an ihrem Sitz in Südhessen zuvor einen Rahmenvertrag für die Zusammenarbeit geschlossen. Dieser umfasst Strahlenbiologie, elektronische Komponenten, Materialforschung und die Kalibrierung von Instrumenten.

Das GSI habe schon eine zweistufige Teilchen-Beschleunigeranlage, die für die Forschung sehr hilfreich sei, sagte Wörner. "Mit 'Fair' werden bald Experimente mit einen noch größeren Spektrum an Teilchenenergien und -intensitäten möglich sein." Die Anlage wird seit Sommer 2017 gebaut und soll 2025 voll betriebsfähig sein. "'Fair' wird eine weltweit einzigartige Einrichtung sein", sagte der Wissenschaftliche Geschäftsführer von Fair und GSI, Paolo Giubellino. Mit ihr könnten die Forscher die Vielfalt des Universums ins Labor holen. (dpa) / (tiw)

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