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MWC

GSMA: 5G braucht "fortschrittliche Regulierung"

Im Hinblick auf die kommenden Europawahlen fordert der Netzbetreiberverband eine freundlichere Regulierungspolitik für 5G.

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Die internationale Netzbetreibervereinigung GSMA hat für sich für eine Modernisierung der Regulierungspolitik in der EU ausgesprochen. Auf dem MWC in Barcelona hat der Verband, der auch Veranstalter der Messe ist, ein "Manifest der europäischen Mobilfunkindustrie" vorgestellt. Im Hinblick auf die anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament fordert die GSMA unter anderem ein günstigeres Investitionsklima für den Netzausbau und einen europäischen Sicherheitsstandard.

Angesichts des beginnenden Ausbaus von 5G sei es wichtig, die Regulierung anzupassen, fordert der Verband. Der Schritt zur nächsten Mobilfunkgeneration sei ein viel größerer als der von 3G zu 4G – und deutlich teurer. Die Kosten für den Ausbau von 5G-Netzen in ganz Europa schätzt die GSMA auf 300 bis 500 Milliarden Euro. Anstatt alte Rezepte einfach auf die neuen Netze zu übertragen, sollte eine "fortschrittliche Regulierung" den Netzausbau unterstützen.

Dabei sind den Netzbetreibern vor allem die hohen Kosten für das Spektrum sowie Aufbau und Betrieb von Netzstandorten ein Dorn im Auge. Die Politik könnte den Unternehmen bei der Frequenzvergabe, Bau- und Betriebsgenehmigungsverfahren sowie Steuern entgegenkommen. "Damit die Bürger von den Innovationen profitieren können, muss fortschrittliche Regulierung die Hindernisse aus dem Weg räumen, die die europäische Mobilfunkbranche zurückhalten", sagte GSMA-Europachefin Afke Schaart am Dienstag in Barcelona.

Auch das Vertrauen in digitale Dienste sollte nach Ansicht der GSMA gestärkt werden. Der Verband setzt sich für einen europäischen Sicherheitsstandard ein. Die Politik müsse Kriterien für Zertifizierungen für die gesamte Wertschöpfungskette entwickeln. So könne sichergestellt werden, dass alle Nutzer auf den Netzen die Sicherheitsanforderungen umsetzen. "Wir werden unsere Rolle ernst nehmen, damit sich die europäischen Bürger bei der Digitalisierung unterstützt und zugleich sicher fühlen können", sagte Schaart. (vbr)