Menü

GTC 2013: Stacked DRAM bringt riesige Speichermengen für GPUs

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 61 Beiträge

Nvidia-Manager Sumit Gupta erklärte, dass durch Stacked DRAM weit höhere Speicherkapazitäten auf Grafikkarten möglich sein werden als mit der jetzigen Technik.

(Bild: Martin Fischer)

Im Gespräch mit einigen Journalisten hat sich Nvidias General Manager Sumit Gupta auf der GPU Technology Conference über die zukünftigen GPU-Produkte geäußert. Zum frühestens ab Ende 2015 erwarteten Maxwell-Nachfolger Volta sagte Gupta, dass dessen Stacked DRAM nicht nur den Vorteil einer höheren Transferrate von 1 TByte/s bietet, sondern dass sich durch die Integrationsmethode auch wesentlich höhere Speicherkapazitäten erreichen lassen. Genaue Werte wollte Gupta auf Nachfrage nicht nennen, jedoch soll es die derzeit maximalen Grafikkarten-Speichermengen weit übertreffen: "Es wird viel mehr sein, als sich Leute heute vorstellen können", sagte Gupta.

Das ist besonders für hochkomplexe GPGPU-Berechnungen interessant, für die Forscher nach so viel Speicher wie möglich gieren. Doch auch die höhere Transferrate sollte man nicht unterschätzen: Gupta erklärte, dass manche Anwendungen selbst mit heutigen Hochleistungs-Kepler-GPUs die vierfache Leistung zeigen würden, hätten sie bereits eine Transferrate von 1 TByte/s zur Verfügung.

Doch Nvidia baut seine GPUs nicht nur für die Profis, sondern vor allem für Spieler. Das soll auch in Zukunft so bleiben – Gupta behauptete, dass noch keine Firma jemals einen erfolgreichen Prozessor ausschließlich für den HPC-Bereich gebaut habe. Es gehört immer auch eine weit verbreitete Consumer-Variante dazu. Nvidia wird also auch künftig sehr an einem starken PC-Spielebereich interessiert sein.

Angesprochen auf den riesigen, aus 7 Milliarden Transistoren bestehenden High-End-Grafikchip GK110 unterstrich der Nviida-Manager, dass entgegen der weit verbreiteten Meinung nicht die Fertigung eines so komplexen Chips problematisch sei – hier sei der taiwanische Auftragsfertiger TSMC sehr zuverlässig und mache einen guten Job –, sondern vielmehr die Verifizierung.

GK110 sitzt nicht nur auf der Profi-Rechenkarte Tesla K20, sondern auch auf der neuen GeForce GTX Titan für Spieler. Letztere lässt sich ebenfalls für universelle Berechnungen einsetzen, wenn auch nur eingeschränkt. Beispielsweise wird Nvidia auch zukünftig keinen GPU-Direct-Treiber für die GeForce GTX Titan anbieten, wie Sumit Gupta gegenüber c't erklärte. (mfi)

Anzeige
Anzeige