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GTC: Die Zukunft der Bildbearbeitung

Plenoptische Linsen nehmen eine Szene aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln auf.

(Bild: c't)

Adobe hat auf der GPU Technolog Conference einen Renderer vorgestellt, der es bei mit plenoptischen Linsen aufgenommenen Bildern erlaubt, unter anderem den Fokus und damit die Schärfe in verschiedenen Teilen und Ebenen eines Bildes nachträglich und in Echtzeit zu verändern. So lässt sich etwa ein im Bildhintergrund befindliches, unscharfes Objekt per Knopfdruck fokussieren und damit schärfen, entsprechend werden Objekte im Vordergrund unscharf. Damit wird der Computer – und nicht mehr die Kamera – zum Fokusgerät. Auf Knopfdruck ist es sogar möglich, die Tiefe des Bildes zu verändern und ein stereoskopisches Bild zu erzeugen.

Dafür nutzt der Adobe Plenoptic Renderer 2.0 die Rechenkraft aktueller GPUs – selbst bei modernen Prozessoren müsste man bei entsprechenden Aufgaben lange Wartezeiten ertragen.

Mithilfe von GPUs und Adobes Plenoptic Renderer lassen sich plenoptische Bilder nachträglich nahezu verzögerungsfrei fokussieren.

(Bild: c't)

Grundsätzlich ist das Vorgehen natürlich erst durch den hohen Informationsgehalt plenoptischer Bilder möglich. Ein plenoptisches Objektiv besteht nicht nur aus einer Linse, sondern aus vielen nebeneinander angeordneten, die das Bild gleichzeitig mit geringfügig unterschiedlichen Blickwinkeln und Fokus aufnehmen. Die Präsentation von Adobe ist auch mehr als Blick in die Zukunft zu verstehen, denn es gibt noch keine Consumer-Kameras mit plenoptischen Linsen. (mfi)

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