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GTC: Die Zukunft gehört dem Superphone

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Jen-Hsun Huang (rechts) ist sich sicher: Die Zukunft gehört den Superphones.

(Bild: c't)

Gleich nach dem Frühstück trafen sich der Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang und Forbes-Redakteur Quentin Hardy zum traditionellen Fireside-Chat auf der GPU Technology Conference. Dabei orakelte Huang, dass sogenannten "Superphones" die Zukunft gehöre. Als Superphone erachtet er eine Geräteklasse, die sich in ihrer Größe zwischen derzeitigen Smartphones und Tablets positioniert, aber leistungsfähiger ist – und seiner Meinung nach am besten mit einem Tegra-Prozessor ausgestattet sei. Damit lassen sich Aufgaben, für die man jetzt noch einen Computer hochfährt, komfortabel auch auf mobilen Geräten erledigen, die dennoch in die Jackentasche passen. Daher wird sich auch die tägliche Nutzungsdauer weiter erhöhen, und neue Möglichkeiten könnten sich auftun, etwa durch Hinzufügen von Wireless-HDMI.

Diesbezüglich hob Huang erneut die herausragende Bedeutung der ARM-Prozessorarchitektur hervor und machte auf Nachfrage von Quentin Hardy hinsichtlich der Beziehung zum x86-Chipgiganten Intel klar, dass man diese zwischen den Unternehmen eher minimieren wolle.

Huang erklärte weiterhin, dass einige aktuelle Geräte schon auf einem guten Weg seien. Bei einem gestrigen Treffen mit einer kleinen Runde von Journalisten sprach er davon, dass er selbst heutzutage bereits mit seinem Blackberry 99 von 100 E-Mails schreibe, obwohl das Gerät noch viele Verbesserungsmöglichkeiten biete.

Im San Jose Convention Center im Herzen von Silicon Valley findet die diesjährige GTC statt.

(Bild: c't)

Hinsichtlich der Tegra-Entwicklung hatte Huang auf der GTC vor Kurzem bereits kritisch eingeräumt, dass man ein Jahr hinter seinen Zielen liege. Auf die Frage von Quentin Hardy, was er sich diesbezüglich wünsche, schoss es aus Huang heraus: Phones, Tablets, Set-top-Boxes mit Tegra. "I've invested well over a billion dollars in it. Now I like to enjoy it.", so der Nvidia-Chef.

Gleichsam machte er klar, dass es in der Branche einfach nicht mehr ausreicht, nur ein tiefes Wissen über ein jeweiliges Fachgebiet mitzubringen. So komme es vor allem auf interdisziplinäres Wissen und Kreativität an. Denn Firmen verschwinden laut Huang in den meisten Fällen nicht primär wegen fehlenden Kapitals vom Markt, sondern weil es einfach an kreativen Ideen gefehlt hat. Hardy spielte kurz zuvor darauf an, dass Nvidia in seiner Firmengeschichte bereits dreimal kurz vor dem Bankrott stand. (mfi)

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