Galaxy Nexus: Google-Handy mit HD-Display und Android 4.0

Googles neues Flaggschiff heißt Galaxy Nexus und ist das erste Gerät mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich. Das Smartphone mit hochauflösendem Display, NFC-Chip und optional LTE-Modul soll im November in USA, Europa und Asien auf den Markt kommen.

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Von
  • Achim Barczok

Das Google Nexus gibt es in zwei Ausführungen: eine mit LTE, eine mit HSPA+.

(Bild: Google)

Google und Samsung haben in Hong Kong das nächste Google-Handy vorgestellt. Das Galaxy Nexus soll "die beste Hardware von Samsung und die fortgeschrittenste Software von Google" vereinigen, so Samsung-CEO J. K. Shin, der gemeinsam mit Googles Android-Chefentwickler Andy Rubin die enge Zusammenarbeit der beiden Unternehmen bei der Entwicklung des Geräts, aber auch für die neue Android-Version Ice Cream Sandwich betonte. "Unsere Entwicklungs-Teams haben im selben Gebäude zusammengearbeitet", so Andy Rubin.

Die größte Besonderheit ist wohl das große, hochauflösende Display. Das Galaxy Nexus, das in früher durchgesickerten Informationen auch unter dem Namen Nexus Prime aufgetaucht war, hat eine Displaydiagonale von 4,65 Zoll (Nexus S: 4 Zoll) und eine Auflösung von 1280 × 720 Bildpunkten. Damit hat das Display mit circa 315 dpi in etwa die selbe Pixeldichte wie der von Apple als Retina-Display beworbene iPhone-4- und iPhone-4S-Bildschirm (326 dpi bei 3,5 Zoll Diagonale) und das vom demnächst auf den Markt kommenden Galaxy Note (285 dpi bei 5,3 Zoll Diagonale). Als Technik setzt Samsung wie bei den meisten seiner besser ausgestatteten Smartphones das farbkräftige und kontrastreiche Super AMOLED ein. Ob es sich dabei um die Plus-Version mit verbesserter Subpixelstruktur wie beim Samsung Galaxy S II handelt, gab Samsung nicht bekannt. Die Frontscheibe soll besonders dünn sein und das Display dadurch besser zur Geltung kommen lassen.

Beim Design orientiert sich das Galaxy Nexus am ebenfalls von Samsung hergestellten Vorgänger Google Nexus S, ist aber mit knapp 9 mm Dicke (gegenüber 11,5 mm) dünner geworden und auf der Rückseite stärker gebogen – Google nennt das "Curve Design". Außerdem hat die Rückseite wie schon die vom Galaxy S II eine rauhe, rutschfeste Oberfläche. Bedienelemente wie Home-Button oder Zurück sind nicht als Sensortasten ausgeführt, sondern in einer virtuellen Android-Leiste am unteren Bilschirmrand eingeblendet, genauso wie bei der Tablet-Version von Android Honeycomb.

Google und Samsung stellten das Galaxy Nexus in Hong Kong gemeinsam vor.

(Bild: Google)

Das Galaxy Nexus wird in zwei Versionen mit unterschiedlichen Mobilfunktechniken für Datenverbindungen ausgeliefert: eine mit LTE, eine mit HSPA+. Während die HSPA+-Variante mit bis zu 21 MBit/s Down- und 5,76 MBit/s Uplink überall verfügbar sein wird, soll die LTE-Variante nur in einigen Ländern auf den Markt kommen – ob auch in Deutschland, sagte Samsung nicht.

Der mit 1,2 GHz laufende Zweikern-Prozessor kommt laut im Vorfeld durchgesickerter Informationen nicht von Samsung, sondern von Texas Instruments, ein OMAP4460. Laut Benchmarks von Google wäre er beim SunSpider-Test schneller als der A5 im iPhone 4S. Eingebaut sind 1 GByte RAM und je nach Modell 16 oder 32 GByte Flashspeicher. Ein MicroSD-Slot fehlt wie beim Nexus S. Außer WLAN-Modul (a/b/g/n, Dualband), USB 2.0 und Bluteooth 3.0 hat das Galaxy Nexus einen NFC-Chip zur Datenübertragung über kurze Strecken, ein Gyroskop und ein Barometer eingebaut.

Die 5-Megapixelkamera nimmt Videos in 1080p-Qualität auf und soll auch mit schlechten Lichtverhältnissen zurechtkommen. Die Auslöseverzögerung soll sehr gering sein. Die Frontkamera für Videotelefonie löst mit 1,3 Megapixel auf.

Das Galaxy Nexus soll ab November in den USA, Europa und Asien bei verschiedenen Netzbetreibern verfügbar sein, Google nannte auf der Veranstaltung nur NTT Docomo für Japan. Preise haben Google und Samsung noch nicht angekündigt.

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(acb)