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Galaxy Note II: Der Stift ist Samsungs Markenzeichen

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Das Galaxy Note II: 5,55 Zoll Displaydiagonale, AMOLED-Display, Stiftbedienung.

Ein bisschen größer und eleganter ist das neue Note als der Vorgänger, und ein bisschen sieht es aus wie das Galaxy S3. Samsung hat die zweite Generation seines 5-Zoll-Notiz-Telefons Note vorgestellt. Mit dem Note II gibt CEO JK Shin die Marschrichtung bei Samsungs Mobilstrategie vor: Ganz im Mittelpunkt steht der Stift des Note, den das Unternehmen S Pen nennt. Er ergänzt wie beim Vorgänger und den Note-Tablets die Touchbedienung um Notizen- und Zeichenfunktion, die Berührung registriert der Digitizer separat von Touch.

Der Stift steckt in einem Slot auf der Rückseite vom Gerät und ist nur 8 mm dünn, gummiert für einen besseren Griff und er soll 1024 Druckstufen erkennen, um beim Zeichnen besser zwischen leichtem und starken Druck zu unterscheiden. Außerdem gibt es neue Funktionen: So hob Shin "Air View" hervor: Führt man die Stiftspitze leicht vor das Display, ohne es aber zu berühren, heben die Samsung-Apps Details hervor oder zeigen eine Mini-Vorschau: Zum Beispiel im Kalender eine Terminbeschreibung, in der Video-App den passenden Frame beim Entlangfahren auf der Zeitleiste.

Eine weitere neue Funktionen ist Easy Note, mit der man Screenshot-Bereiche ausschneiden und als Bild an anderer Stelle einfügen kann -- Windows-Tablet-PC-Nutzer kennen diese Lassofunktion für digitale Stifte schon lange. Darüber hinaus kann man in E-Mails direkt hineinschreiben oder in den Terminkalender kritzeln. So scheint beim Note II der Stift durchgehender in den vorinstallierten Apps eigene Aufgaben zu übernehmen und sie dadurch sinnvoll zu erweitern etwas, was dem ersten Note merklich fehlt. Ob nun auch verstärkt Dritthersteller-Apps auf den Zug aufspringen und ihre Anwendungen für den Stift optimieren, bleibt aber weiter offen. Samsung nannte eine Handvoll Partner, unter anderem Autodesk und Moleskine, die ihre Android-Apps anpassen wollen.

Auch bei der Hardware hat Samsung kräftig aufgerüstet. Das 180 Gramm schwere Note II wird mit einem auf 1,6 GHz getakteten Quad-Core-Prozessor betrieben. Wie das am Vortag vorgestellte LG-Smartphone Optimus G hat es 2 GByte RAM und damit doppelt so viel wie die meisten Top-Geräte. Das farbkräftige AMOLED-Display mit HD-Auflösung (1280 x 720 Punkte) ist mit 5,55 Zoll Diagonale noch mal ein kleines Stück größer, aber im Format schlanker als das erste Note. Bei der Subpixel-Anordnung setzt Samsung weder RGB noch die ungewöhnliche PenTile-Matrix an: Die ausfransenden Linien, an denen sich viele bei PenTile stören, treten jedenfalls beim Note II nicht auf.

In einigen Apps wie dem Videospieler blendet das Betriebssystem Zusatzinformationen ein, wenn man den Stift über dem Display hält.

Das Note hat einen 3100-mAh-Akku, im nicht besonders ausdauernden Vorgänger waren es noch 2500 mAh. Samsung verspricht lange Laufzeiten. Der USB-Anschluss fungiert auch als Host, sodass man beispielsweise Tastaturen oder USB-Sticks anschließen kann.

Die übrigen Werte sind fast schon Standard in dem Preissegment: Mobilfunk per LTE und UMTS (HSPA+), Bluetooth 4.0, GPS und Glonass, Dual-Band-WLAN, NFC und HDMI per MHL. Die Rückseitenkamera macht Fotos mit 8 Megapixeln, die an der Frontseite mit 1,9 Megapixeln. Es misst 81 mm x 151 mm und ist 9,4 mm dünn.

Das Note II soll ab Werk mit der neuesten Android-Version Jellybean 4.1 ausgeliefert werden. Samsung kündigte außerdem an, 4.1 auch als Update für die anderen Note-Geräte nachzureichen. Ab dann sollen die Note-Smartphones und -Tablets auch untereinander Notizen und andere mit dem S Pen erzeugte Inhalte synchronisieren können. Ob Samsungs Software-Verbesserungen für den S Pen dann auch auf die älteren Geräte kommen, ließ der Hersteller aber offen.

Das Galaxy Note II wird mit weißem und grauen Gehäuse ausgeliefert, in Versionen mit 16, 32 und 64 GByte Flashspeicher. Per microSD-Karte (maximal 64 GByte) lässt sich der Medienspeicher außerdem erweitern. Im Oktober soll das Galaxy Note II in den Handel kommen, einen Preis nannte Samsung aber noch nicht. (acb)