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Galileo: 73 Smartphones sind fit für das europäische Navigationssystem

Immer mehr Smartphones nutzen zum Orten auch europäische Galileo-Satelliten. Die Agentur GSA veröffentlicht eine neue Liste.

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Galileo

Ein Galileo-Navigationssatellit im Orbit.

(Bild: ESA)

Das europäische GSA-Agentur (Global Navigation Satellite System Agency) hat ihre Liste der mit dem europäischen Satellitennavigationsdienst Galileo arbeitenden Geräte aktualisiert. Die Agentur hat darin nun 73 Smartphones aufgelistet, die auch Galileo-Satelliten zum Bestimmen der Position nutzen können. Darunter sind Apple-Smartphones (ab iPhone 6s), etliche Asus-Geräte und Huawei-Smartphones. Traditionell sind auch viele Smartphones der spanischen Marke BQ dabei, die bereits sehr früh Galileo-Daten verwendet hatten.

Allerdings ist die Liste nicht vollständig. So werben auch einige andere Smartphones mit ihrer Galileo-Tauglichkeit, etwa das BlackBerry Key2 und Key2 LE, das BQ Aquaris X2 Pro, das HTC U12Plus sowie das Sharp Aquos D10 und das Xiaomi Mi Mix 2s.

Sony bietet Galileo-Empfang in vielen Xperia-Geräten, aber nicht in denen der Reihe XA. Auch bei Huawei setzt man nicht durchgängig auf Galileo. Während beispielsweise das P20 und das P20 Pro Galileo nutzen, fehlt es im sehr weit verbreiteten P20 Lite. Samsung-Nutzer bekommen Galileo nur in den Geräten der S-Klasse (ab 8), dem Note 8 und 9 sowie in den beiden Tablets Galaxy Tab S3 und S4 (10,5 Zoll). Oneplus verbaut den Broadcom-Chipsatz BCM47755 (Datenblatt) in seinen aktuellen Smartphones, der auch den Empfang auf den beiden Satelliten-Bändern L1 und L5 ermöglicht und damit höhere Genauigkeit.

Ob Smartphones und andere Geräte Galileo empfangen können, hängt natürlich vom verwendeten Chipsatz ab. Hier listet die GSA derzeit 51 Bausteine auf, darunter allein 25 von Qualcomm und 19 von Mediatek. Allerdings nutzen nicht alle Smartphone-Hersteller alle Fähigkeiten der Chips aus, was bereits beim Snapdragon 821 deutlich wurde. Er "konnte" zwar Galileo, doch wurde dies nicht in allen Smartphones umgesetzt.

Seit Ende Juli sind 26 der vorgesehenen 30 Galileo-Satelliten im Orbit und das europäische Satellitennavigationssystem ist nun auch im Alltag schon gut nutzbar. Es gibt nur noch wenige Konstellationen, in denen man damit allein keine Lokalisation bewerkstelligen könnte.

(mil)

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