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Game-Streaming: Google zielt mit Stadia auf Milliardenpublikum

Google will mit seinem Game-Streaming-Service Stadia hoch hinaus. Mit einem Kundenstamm von 100 bis 200 Millionen wäre man nicht zufrieden, so ein Manager.

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(Bild: Google)

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Google peilt mit seinem Cloud-Gaming-Dienst Stadia eine Milliardenkundschaft an. "Die meisten Plattformen erreichen ihr Maximum bei 100 bis 150 Millionen Nutzern. Wir schauen auf Milliarden", sagte Google-Manager Jack Buser am Mittwoch auf der Spielemesse Gamescom. Mit Stadia wolle Google auch Kunden gewinnen, die bislang nur wenig oder noch keinen Zugang zu Videospielen hätten. "Wenn wir nur 100 oder 200 Millionen Menschen erreichen, haben wir etwas falsch gemacht."

Bei Cloud-Gaming-Diensten wie Stadia laufen Spiele in Rechenzentren, Nutzer streamen nur Bild und Ton auf ihr Tablet, das Smartphone oder den Fernseher. Teure Konsolen oder Spiele-PCs sind so nicht mehr nötig. Zugang gibt es für eine monatliche Gebühr.

Der Umzug der Spiele vom Computer oder der Konsole ins Rechenzentrum werde das Medium verändern, sagt Jack Buser voraus. "Wir wollen nicht nur das Konsolenerlebnis replizieren." Spiele würden durch die Leistung der Rechenzentren in den kommenden Jahren grundlegend anders aussehen. Spieler könnten etwa direkt aus Videostreams per Mausklick in ein Spiel springen. In Mehrspielerpartien könnten Teilnehmer beispielsweise auch die Blickwinkel ihrer Mitspieler sehen. In den Rechenzentren seien auch simulierte Welten von bislang ungeahnter Größe möglich.

Impressionen von der Gamescom 2019 (63 Bilder)

In Halle 10 können wie immer Retroklassiker wie Daytona USA gespielt werden.
(Bild: heise online / wie)

Google Stadia geht im November für Käufer einer limitierten, 130 Euro teuren Founder's Edition, die neben einem Dreimonatsabo noch einen Controller enthält, an den Start. Der monatliche Preis liegt bei rund 10 Euro. Hinzu kommen eventuelle Anschaffungskosten für einzelne Spiele. 2020 soll es auch eine kostenlose Basisversion geben.

Stadia ermöglicht das Streamen mit bis zu 4k bei 60 FPS und HDR. Dafür ist laut Google eine Internetverbindung von 35 Mbit/s nötig, der Dienst soll aber mit niedrigerer Auflösung auch bei langsameren Internetverbindungen nutzbar sein.

Bislang sind 28 Publisher mit rund 40 Titeln vertreten, darunter sind Top-Spiele wie Cyberpunk 2077 und Baldur's Gate 3. Auch die Konsolen-Hersteller Sony und Microsoft sowie unter anderem Nvidia und die Deutsche Telekom bieten ähnliche Services an beziehungsweise arbeiten an solchen.

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(mit Material von dpa) / (mfi)