Games Convention Online: Browserspiel Poisonville überrascht mit Konsolengrafik

Auf der Games Convention Online in Leipzig, die heute begonnen hat, gibt Bigpoint Einblicke in das Action-orientierte Browserspiel Poisonville, das ab Herbst in einer Preview-Version öffentlich spielbar sein soll.

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Von
  • Dirk Srocke

Eine frühe Alpha-Version von Bigpoints Poisonville gibt es in Leipzig zu sehen.

Mit Poisonville will der Hamburger Spieleentwickler und -Publisher Bigpoint ein Browserspiel anbieten, das grafisch und vom Spielfluss her mit aufwendigen Konsolengames mithalten soll. Auf der Games Convention Online in Leipzig hat der Anbieter das Spiel erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Was die Comic-orientierte Grafik und das Spielkonzept betrifft, lehnt sich Poisonville offensichtlich an Vorbilder wie die "Grand Theft Auto"-Serie (GTA) von Rockstar Games an. Der Spieler bewegt sich in einer dreidimensional dargestellten imaginären Stadt, wo es verschiedene Missionen zu erfüllen und Kämpfe zu bestehen gibt. Er kann sich einer Bande anschließen und durch verschiedene Aktionen an einer virtuellen kriminellen Karriere arbeiten.

Das besondere dabei: Das Spiel ist in Java programmiert und läuft betriebssystemübergreifend in beliebigen Browsern. Pro Instanz sollen bis zu 5000 Spieler gleichzeitig mit- und gegeneinander agieren können.

Poisonville lässt sich – für ein Browserspiel nicht ungewöhnlich – nur online nutzen. Es hat einen Datenumfang zwischen 200 und 300 Megabyte, soll aber nur sehr geringen Traffic verursachen. Die Entwickler versprechen, dass zum Spielen bereits eine ISDN-Anbindung ans Netz genügt, nachdem das eigentliche Spiel einmal heruntergeladen worden ist.

Um flüssig zu laufen, begnügt sich das Java-Programm laut Bigpoint mit einem PC, der halbwegs aktuell ausgestattet ist. Empfohlen wird ein Doppelkernprozessor; als Grafikkarte soll ein OpenGL-taugliches Einsteigermodell der 30-Euro-Klasse genügen.

Die Vollversion von Poisonville ist fürs Ende des Jahres angekündigt. Bereits ab Oktober will Bigpoint eine öffentlich spielbare Preview-Version zum Downlaod anbieten.

Finanzieren soll sich das Spiel – wie auch andere Bigpoint-Produkte – nach dem sogenannten Free-to-Play-Prinzip: Das Basisspiel ist kostenlos; bezahlen muss man für besondere Items und Bonus-Optionen. Prinzipiell lasse sich jedes Ziel im Spiel ohne Einsatz von Geld erreichen, erklärt Producer Christian Godorr. Kostenpflichtige Zusatzoptionen könnten den Spielfortschritt jedoch wesentlich beschleunigen. Aktuell zahlt bei Bigpoint lediglich einer von zehn Teilnehmern, die sich an Free-to-Play-Spielen beteiligen. Das Geschäftsmodell rechnet sich für den Anbieter nach dessen Angaben aber dennoch. (Dirk Srocke) / (psz)