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Games Convention soll in Leipzig bleiben

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Schon einen Tag vor ihrem Abschluss hat Europas größte Messe für Computer- und Videospiele, die Games Convention (GC) in Leipzig, einen Besucherrekord aufgestellt. Am Samstag strömten nach Angaben der Messe rund 54.000 Menschen in die Hallen. Damit kamen an den ersten drei Publikumstagen bereits 110.000 Besucher; die im Vorfeld prognostizierten Besucherzahlen wurden damit schon vor Schluss der Messe erreicht. Im Vorjahr kamen an vier Messetagen insgesamt 105.000 Besucher. Noch bis zu diesem Sonntag zeigen 280 Aussteller aus 15 Ländern ihre Neuheiten, darunter 189 Welt-, Europa- und Deutschlandpremieren.

Der Samstag sei "mit Abstand der besucherreichste Tag in der Geschichte der GC", sagte Messe-Geschäftsführer Josef Rahmen. Die Stimmung bei Ausstellern und Besuchern sei "euphorisch". Bereits vor der Öffnung der Eingangstore hatten sich am Vormittag lange Schlangen gebildet. Auf der Autobahn 14 kam es an der Anschlussstelle Leipzig-Messe zu Staus. Eine besondere Auszeichnung gab es für den elfjährigen Leipziger Tim Goetsch. Er war der 100 000. Besucher und wurde dafür mit einem Spielepaket überrascht. Mit seinem Vater besuchte er zum zweiten Mal die GC.

Messe-Geschäftsführer Rahmen hatte anhaltenden Spekulationen über einen Standortwechsel der Games Convention eine Absage erteilt. "Die GC ist ein Produkt der Leipziger Messe, sämtliche Markenrechte liegen bei uns", sagte Rahmen in einem dpa-Gespräch. Die Spielemesse habe sich voll etabliert. Branchenkreisen zufolge buhlten zuletzt die Messegesellschaften von Köln und Berlin immer offensiver um die Computerspielmesse. Die GC in Leipzig habe beim zumeist jungen Publikum längst Kult- Charakter, meinte Rahmen. Auch Fachbesucher und Aussteller äußerten sich stets rundum zufrieden.

"Durch einen Standortwechsel oder eine Konkurrenzmesse gibt es nur Rückschritte", sagte Rahmen. Das Produkt GC stimme. Von Beginn an hätte die Leipziger Messe den Schulterschluss mit Verbänden und Industrie gesucht, gemeinsam sei die Messe entwickelt worden. Rahmen verwies auf den Beirat der GC, in dem die größten Spiele- und Konsolenhersteller vertreten seien. "Diese enge Kommunikation ist einer der Gründe für den Erfolg", sagte Rahmen. So sei eine zukunftsfähige Messe für Konsumgüter entstanden.

Der Leipziger Messe-Geschäftsführer betonte, dass nicht nur die Show fürs Publikum den Reiz ausmache. Hinter den Kulissen biete die GC beste Geschäftsbedingungen. Auch die Konferenz für Spieleentwickler habe sich als Erfolg erwiesen. "In diesem Jahr war die Weltelite der Branche in Leipzig", sagte Rahmen. "Wir sehen uns als europäische Messe.". Problematisch seien allerdings noch fehlenden Direkt-Flüge aus den europäischen Metropolen nach Leipzig. Der Zwang zum Umsteigen koste vielen europäischen Messebesuchern noch zu viel Zeit.

Zur Games Convention in Leipzig siehe auch:

(dpa) / (jk)

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