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Gamescom 2015: Vorschau Dark Souls 3

Der dritte Teil der Dark-Souls-Serie gewann den Gamescom Award als bestes Rollenspiel der Messe – zu Recht, wie die Live-Präsentation der Entwickler zeigte.

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Dark Souls 3

(Bild: From Software)

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Unbarmherzig, düster und bedrohlich wirken die Spielwelten des japanischen Herstellers From Software, der seit 2010 mit den Titeln der Serie Dark Souls und dem PS4-exklusiven Bloodborne enorm fesselnde Rollenspiele schuf. Insbesondere der hohe Schwierigkeitsgrad reizt die Spieler, die im Kampf gegen widerstandsfähige und teils übermächtige Gegner ein Maximum an Aufmerksamkeit, Geschick und Geduld aufbringen müssen.

Dark Souls 3 macht in diesem Punkt keine Ausnahme. Während der Präsentation scheiterte selbst ein Mitarbeiter von From Software an einem besonders harten Gegner. Die Japaner entwickeln das Spiel für PC sowie für PS4 und Xbox One, was sich in der üppigen Gestaltung der Bauwerke zeigt und der stimmungsvollen Beleuchtung in den Innenräumen. Im gezeigten Abschnitt Wall of Lodeleth erlebt der Spieler eine riesige Burganlage voller Erker, zinnenbewehrter Mauern und Säle; steil ragen gotische Türme in die Luft. Das ganze Areal lässt sich auf mehreren Ebenen ohne Ladeunterbrechung erkunden, wobei zahlreiche passive Kreaturen in Gestalt von Zombies in den Innenhöfen und Säulengängen herumlungern.

Das mannslange Schwert macht auch optisch einiges her.

(Bild: From Software)

Die himmelhohen Türme erinnern an den jüngsten PS4-Hit Bloodborne, der auch spielerisch auf das neue Dark Souls abgefärbt hat. Die Bewegungen des Helden wirken insgesamt ein wenig flinker als in Dark Souls 2, einige der Gegner greifen mit großem Tempo an und zwingen den Spieler zu einer schnellen Aktion. Anders als in Bloodborne ist das Blocken in Dark Souls 3 ebenso wichtig wie das Austeilen. Der Held schwingt entweder ein mannslanges Schwert, ein Kurzschwert mit Schild oder zwei Säbel. Ein handlicher Kurzbogen erweitert das Inventar und lässt sich sogar im Nahkampf wirkungsvoll einsetzen.

Wie in den Vorgängern entscheidet das Timing über den Erfolg oder Misserfolg eines Duells. Wegen der großzügig bemessenen Flächen ist rückwärtiges oder seitliches Ausweichen meist ohne Probleme möglich. Neu hinzugekommen sind die Spezialangriffe, von denen es jeweils einen pro Waffe gibt. Sie sind nur zeitweilig verfügbar und helfen dem Spieler insbesondere in heiklen Situationen, wenn etwa beim Andrang schneller Feinde die Zeit fehlt, um einen Heiltrunk zu schlucken.

Todesmutig stürzen sich Untote auf den Spieler.

(Bild: From Software)

Die Gegner verhalten sich auf unterschiedliche Weise, untote Bogenschützen beschießen die Spielfigur aus einiger Distanz, Zombie-Hunde greifen in Rudeln an, während sich die gepanzerten Ritter nur bezwingen lassen, indem man nach einem gegnerischen Angriff schnell eine Lücke in der Verteidigung nutzt. In der Präsentation trat ein gigantischer Drache auf, der mit seinem Feuerstrahl den Weg versperrte. Der Spieler kann den Drachen dazu zu bewegen, den Strahl gegen kleinere Gegner zu richten. Derartige Rätsel muss der Spieler ohne jegliche Hilfe lösen. Meist gibt es mehrere Wege zum Ziel, jeder Weg birgt andere Risiken und Chancen.

Der Endgegner "Dancer of the Frigid Valley" wirkt wie eine verletzte Gottesanbeterin, erwies sich jedoch als äußerst kampfstark.

(Bild: From Software)

Ein weiterer bemerkenswerter Gegner wälzte sich in Gestalt eines schwarzen Schleimmonsters über ein Dach und verschluckte dabei einige mindere Gegner. Ein Endgegner namens Dancer of the Frigid Valley tauchte am Ende der Präsentation auf. Die groteske Kreatur wirkte mit ihren verdrehten Gliedmaßen wie eine verletzte Gottesanbeterin, erwies sich in ihren Bewegungen als ebenso schnell wie unberechenbar – und erledigte den Helden mit einem heftigen Schlag.

Laut Hersteller werden spezielle Spiel-Server für die beliebten PvP-Online-Sessions zur Verfügung stehen, die stabile Matches gewährleisten sollen. Dark Souls 3 wird voraussichtlich im Frühjahr 2016 für PC, PS4 und Xbox One erscheinen. (je)