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Gamescom: Doppeldecker, Bus und Eisenbahn

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Etwas abseits des ganz großen Trubels zeigt Simulationsspezialist Aerosoft in Halle 10.1 der Kölner Messe die simulierte Fortbewegung zu Land und in der Luft. Interessierte können an geeigneten Steuerplätzen mit kommenden Programmversionen Busfahrten unternehmen, zu Luftkämpfen starten und Züge durch besonders reizvolle Landschaften rollen lassen.

Der "Omsi 2" erlaubt es, einen Linienbus durch das Berlin der Wendezeit zu steuern. Aber Vorsicht: Die Passagiere erdulden nicht jeden Fahrfehler stumm.

Der im Herbst des laufenden Jahres erscheinende Bus-Simulator "Omsi 2" glänzt gegenüber seinem Vorgänger mit verbesserter Umgebungs- und Fahrzeuggrafik. Ort des Nahverkehrseinsatzes ist der Berliner Bezirk Spandau in den späten 1980er- respektive den frühen 1990er-Jahren. Somit lässt sich die Bundeshauptstadt direkt in der Zeit kurz vor und kurz nach der Wende durchfahren. Der Spieler kann als Fahrer eines der zeittypischen Omnibusse, darunter MAN-Gelenkbusse und Doppeldecker, die Veränderungen in der Stadt beobachten und nach dem Mauerfall auch Abstecher in den Ostteil der Stadt machen. Mit viel Liebe zum Detail haben die Entwickler sowohl die Cockpits als auch die Fahrstrecke der Busse nachgebaut und dafür gesorgt, dass die großen Gelben bei jeder Kurve angemessen quietschen. Wer zu rabiat fährt, darf mit Fahrgastprotesten in stilechtem Berlinerisch rechnen.

Ab Oktober soll der "Train Simulator TS2014" erhältlich sein. Diese Eisenbahnsimulation des britischen Herstellers "Railsimulator.com" hat trotz des Namensanklangs nichts mit dem Programm von Microsoft aus dem Jahr 2001 zu tun. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört neben einem Multiplayer-Modus die ICE-Strecke von Hamburg nach Hannover, die sich nun in voller Länge befahren lässt. Eine Tour im Bodenseegebiet erschließt das Dreiländereck Deutschland/Österreich/Schweiz. Zudem gibt es wieder zahlreiche Werkzeuge, die den Bau eigener Strecken erlauben. Das sorgt für einen stetigen Nachschub an Routen aus der fleißigen Community.

Ein Klassiker mit aufwendiger Zusatzhardware: Steuerelemente und Instrumente eines originalnahen Flugzeugcockpits verschaffen dem Anwender von Microsofts Flight Simulator X ein weitaus besseres Flugerlebnis als die standardmäßige PC-Tastatur.

Ein wichtiger Bereich bei Aerosoft betrifft die Flugsimulation. Viele Profis nutzen nach wie vor den vom Hersteller seit 2009 nicht mehr weiterentwickelten "Microsoft Flight Simulator X", für den Firmen wie Aerosoft zahllose Erweiterungen in Form von Zusatzsoftware sowie Steuerungs- und Instrumentenhardware anbieten. Dass das Simulatorgeschäft weit über den für Spiele üblichen Freizeit- und Hobbybereich hinausreicht, zeigt der Umstand, dass reale Fluglinien neuerdings spezielle Aerosoft-Programme zum Training ihres Personals verwenden. Piloten üben dabei unter anderem, welche Wege sie am Boden fahren müssen, um ihre Maschinen von der Landebahn zu den Terminals zu bringen.

Bei der Channel Battles Edition von Rise of Flight steuert der Spieler historische Kampfflugzeuge des Ersten Weltkriegs. Ein geeigneter Joystick sorgt dafür, dass die bisweilen halsbrecherischen Manöver mit genügend Fingerspitzengefühl ausgeführt werden können.

Action-lastiger geht es bei der neuen "Channel Battles Edition" aus der "Rise of Flight"-Serie zu. Als Pilot eines vorbildgetreu nachempfundenen Spähers, Jägers oder Bombers im Ersten Weltkrieg liefert man sich über dem Ärmelkanal Luftduelle mit gegnerischen Fliegern. Das grafisch anspruchsvolle Spiel bietet die Wahl zwischen einer vereinfachten Handhabung und der vollen Simulation. Bei letzterer gibt es so viele Details im Flug zu beachten, dass selbst eingefleischte Flugsimulanten anfänglich Schwierigkeiten haben werden, Abschüsse zu erzielen. (psz)