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Gamescom: Keine Freizeit in der Endzeit

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Dying Light fordert des Nachts die Reflexe des Spielers heraus.

(Bild: Warner)

Es gibt zwei Arten von Zombie-Spielen: Entweder trifft man auf einzelne widerstandsfähige Untote, etwa in Ubisofts Zombi U, oder man muss sich ganze Zombie-Massen erwehren, etwa in Capcoms "Dead Rising 3". Zur letzteren Gattung gehört auch "Dying Light" von Warner Interactive. Die offene Spielwelt ist mit Untoten überschwemmt. Um das Überleben seiner Gruppe zu sichern, muss der Spieler Lebensmittel, Ausrüstungsgegenstände und Waffen beschaffen sowie Fallen aufbauen. Tagsüber bewegen sich die Zombies nur langsam, doch wegen ihrer immensen Anzahl ist es nötig, sich möglichst geschickt über die Dächer der Häuser zu bewegen, Mauern zu erklimmen und aufgeschreckte Zombies mit Hilfe von Lärmbomben abzulenken. Das erfordert gutes Timing und eine sichere Beherrschung der Steuerung. Vor allem nachts: Dann sind die Zombies schneller, aggressiver und können besser klettern.

Das polnische Team von Techland (Dead Island) entwickelt das nervenaufreibende First-Person-Spiel für Windows-PCs, PS3, Xbox 360, PS4 und Xbox One. 2014 soll das Zombi-Abenteuer erscheinen, ob die USK hierzulande dazu ihren Segen gibt, steht noch nicht fest.

The Evil within ist eine äußerst blutige Interpretation von Silent Hill.

(Bild: Bethesda)

Gleichfalls Jugendschützer-unfreundlich wirkt "The Evil Within" von Bethesda, ein Survival-Horror-Abenteuer mit Endzeit-Elementen, das Chefentwickler Shinji Mikami wie eine blutige Version von Silent Hill inszeniert. Mikami ist verantwortlich für den ersten Resident- Evil-Teil und fokussiert sich in "The Evil Within" auf seine Hauptfigur, den Detektiv Sebastian Castellanos. Der Polizist wird zu einem Einsatz gerufen und muss feststellen, das in einem Krankenhaus ein Massaker stattgefunden hat. Die Morde wurden offenbar von einem Geist begangen, der den Protagonisten alsbald in eine parallele Wirklichkeit befördert, wo er neben Leichen an der Decke eines Schlachthauses hängt, während ein Metzger menschliche Körper mit dem Hackebeil zerlegt.

Das Lösen von Rätseln und Umgehen von Gegnern ist mitunter wichtiger als der Kampf gegen die alptraumhaften Figuren, die an das Bestiarium aus Silent Hill erinnern. Gesichtslose Puppenwesen und mit Stacheldraht umwickelte Menschen sind Teil des Grusel-Inventars. Leichen sind mit Maden übersät, Körperteile werden abgetrennt: Castellanos' Albtraum ist ein drastisches Horror-Szenario.

Bethesda wird das Spiel voraussichtlich im kommenden Jahr für PC, PS3, Xbox 360, PS4 und Xbox One veröffentlichen – wenn die Jugendschützer mitspielen.

Passend zum nächsten Mad-Max-Film mit Tom Hardy entwickelt Warner ein Endzeit-Spektakel.

(Bild: Warner)

Weniger blutig geht es bei Mad Max zu, einem Open-World-Endzeit-Spiel, in dem der Spieler mit seinem aufgemotzten Fahrzeug durch die post-apokalyptische Landschaft brettert. Er muss Autoteile sammeln, besonders wertvolle Fahrzeuge rauben oder geklaute Autos zurück holen. Sein eigenes Fahrzeug kann der Spieler nach belieben tunen. Mit einem Rammbock am Kühler lassen sich feindliche Vehikel prima von der Straße schubsen.

Spielerisch erinnerte die auf der Gamescom gezeigt Demo an id Softwares Rage. An Treibstoff mangelt es nicht. In den Trutzburgen feindlicher Clans, die der Spieler angreift, befinden sich viele Ölfässer, die man mit einem gezielten Schuss explodieren lassen kann. Zu Fuß muss man fiese, an Borderlands erinnernde Gegner mit dem Scharfschützengewehr oder im Nahkampf ausschalten.

Warner Interactive will das Spiel im kommenden Jahr für Windows-PCs, PS3, Xbox 360, PS4 und Xbox One veröffentlichen, vermutlich zum Kinostart des Films "Mad Max: Fury Road". (hag)