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Gaming-Monitore: AMD führt FreeSync Premium und FreeSync Premium Pro ein

CES
Gaming-Monitore: AMD führt FreeSync Premium und FreeSync Premium Pro ein

(Bild: c't)

FreeSync 2 HDR ade: AMD staffelt seine Monitor-Zertifizierungen für Variable Refresh Rates (VRR) neu, um Käufern einen besseren Überblick zu verschaffen.

AMD erweitert die FreeSync-Spezifikation aus dem Jahr 2015 um zwei neue Zertifikate für Monitore, die im Zusammenspiel mit Radeon-Grafikkarten ihre Hertzraten dynamisch anpassen können. FreeSync Premium Pro heißt AMDs neue Premiummarke als Ablöse für FreeSync 2 HDR. Der Hersteller setzt dabei eine maximale Bildwiederholrate von mindestens 120 Hertz, Low Framerate Compensation (LFC; zur dynamischen Darstellung ab 1 Hz), Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel) und HDR-Eignung voraus.

Zwischen FreeSync und FreeSync Premium Pro positioniert AMD das Zertifikat FreeSync Premium [1]. Dieses setzt die gleichen Anforderungen an Auflösung, Bildwiederholrate, Reaktionszeiten und Eingabeverzögerung wie FreeSync Premium Pro voraus, kommt aber ohne HDR-Komponente aus.

Anforderungen
FreeSync FreeSync Premium FreeSync Premium Pro
Tearing-frei Tearing-frei Tearing-frei
Geringes Flackern Geringes Flackern Geringes Flackern
Geringe Latenz in SDR Geringe Latenz in SDR Geringe Latenz in SDR und HDR
Mindestens 120 Hz und Full-HD Mindestens 120 Hz und Full-HD
Low Framerate Compensation (LFC) Low Framerate Compensation (LFC)
HDR-Unterstützung

Die genauen Anforderungen für die FreeSync-Zertifikate gibt AMD genauso wenig bekannt wie Nvidia bei seinen G-Sync-Varianten. Monitore mit dem bisherigen FreeSync 2 HDR mussten mindestens die Helligkeitswerte des VESA-Standards DisplayHDR 400 [2] erreichen, um das Zertifikat von AMD zu erhalten. Nvidia fordert für G-Sync Ultimate DisplayHDR 1000, allerdings kosten entsprechend ausgelegte Displays [3] mindestens 1250 Euro.

Das ursprüngliche FreeSync-2-Zertifikat führte AMD Anfang 2017 ein, das FreeSync (1) jedoch nicht ablöste, sondern zur Kennzeichnung besserer Gaming-Monitore ergänzte. Mitte 2018 folgte die Umbenennung in FreeSync 2 HDR, um auf die HDR-Komponente hinzuweisen.

Als Basis für alle drei aktuellen FreeSync-Versionen dient weiterhin der VESA-Übertragungsstandard Adaptive-Sync via DisplayPort. Für die Übermittlung dynamischer Bildraten über HDMI 1.4 und 2.0 setzt AMD seit 2016 auf herstellerspezifische, standardkonforme Protokollerweiterungen. Erst mit HDMI 2.1 [4] hat das HDMI-Forum eine ähnliche Technik offiziell in die Spezifikationen integriert – schlicht HDMI VRR (Variable Refresh Rate) genannt. Monitore oder Grafikkarten mit HDMI 2.1 gibt es bislang jedoch nicht.

Die drei unterschiedlichen Logos für AMDs FreeSync-Zertifikate.

Die drei unterschiedlichen Logos für AMDs FreeSync-Zertifikate.

(Bild: AMD)

(mma [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4630561

Links in diesem Artikel:
[1] https://community.amd.com/community/gaming/blog/2020/01/06/introducing-amd-freesync-premium-and-amd-freesync-premium-pro
[2] https://www.heise.de/meldung/DisplayHDR-Neuer-VESA-Standard-soll-HDR-Display-Kauf-vereinfachen-3916709.html
[3] https://www.heise.de/preisvergleich/?cat=monlcd19wide&xf=13219_G-Sync+Ultimate&hocid=newsticker&wt_mc=intern.newsticker.textlink-pvg.pvg_unbekannt
[4] https://www.heise.de/meldung/HDMI-Forum-zertifiziert-erstmals-Kabel-4629038.html
[5] mailto:mma@heise.de