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Gartner: Microsoft kann Monopol nicht auf Internet ausdehnen

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Die Analysten des Marktforschungsunternehmens Gartner rechnen nicht damit, dass Microsoft sein Monopol bei PC-Betriebssystemen auf das Internet ausweiten kann, berichtet die Financial Times Deutschland in ihrer aktuellen Ausgabe.

"Unternehmen sollten sich darauf einstellen, dass die beiden Technologien Java von Sun und .NET von Microsoft nebeneinander bestehen", zitiert die Zeitung den Gartner-Analysten Mark Driver. Im Jahre 2005 werde .NET nach Drivers Schätzung einen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent erreicht haben; Java werde sich aber mit 40 bis 50 Prozent Marktanteil behaupten, weil .NET-Software noch nicht stabil genug sei, "um der Software zentrale Geschäftsprozesse anzuvertrauen". Gartner rät dazu, die erste korrigierte Fassung von Visual Studio.Net abzuwarten.

Jonathan Schwartz, Strategievorstand bei Microsofts Erzfeind Sun malte die Zukunft des Internet dagegen in schwärzeren Farben: "Weil Microsoft das dominante PC-Betriebssystem kontrolliert, kontrolliert die Firma auch den Zugang zu Web Services", heißt es in der schriftlichen Zeugenaussage von Jonathan Schwartz im andauernden Anti-Trust-Verfahren gegen Microsoft. Sun fordert deswegen, dass Microsoft weitere technische Details von .NET offenlegt, oder zur Auslieferung von Windows XP mit Java gezwungen wird. Anfang März hatte Sun Microsoft aus diesem Grund auf über eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz verklagt. (wst)

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