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Gartner senkt die Wachstumsprognose für das PC-Geschäft um gut 1 Prozent

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Bei über 13 Prozent lag das Wachstum der Verkaufszahlen von Computern im vergangenen Jahr. Für 2011 zeigten sich die Analysten von Gartner allerdings schon zum Jahresauftakt etwas zurückhaltender und prognostizierten einen weiteren Zuwachs um 10,5 Prozent. Nun schrauben die Marktforscher ihre Erwartungen aber zurück, auf 9,3 Prozent – was dem Verkauf von rund rund 385 Millionen Geräten entspricht. Der Grund dafür ist der gleiche, den Gartner schon für die rückläufige Entwicklung in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres nannte: die schwache Nachfrage auf Seiten privater Verbraucher. So habe sich in den zurückliegenden Quartalen gezeigt, dass die Verkaufszahlen insbesondere von Mini-Notebooks (Netbooks, Sub-Notebooks) im Consumer-Markt deutlich sinken. Das habe zu einem spürbaren Rückgang bei mobilen Rechnern insgesamt geführt, wie Ranjit Atwal, Research Director bei Gartner, ausführt.

Der Boom von Tablets wie dem iPad habe dabei aber nur eine indirekte Rolle gespielt. Nach Atwals Einschätzung werden die Tablets nämlich weniger als Ersatz für mobile Rechner gekauft, sondern vielmehr ergänzend. Viele Verbraucher in den Industrienationen – mit einem bereits hohen Bestand an Note- und Netbooks – hätten aber zunächst die Anschaffung neuer Mobilrechner zurückgestellt. Und dieser Trend werde sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Langfristig sehen die Analysten von Gartner jedoch eine grundlegende Marktverschiebung. Der PC verliert zunehmend seine angestammte Rolle als IT-Zentrale. Smartphones, Tablets und auch Multimedia-Fernseher mit Internetanbindung spielen im privaten wie auch beruflichen Umfeld eine immer größere Rolle als Endgeräte für die Nutzung von Informations- und Telekommunikationstechnik. Das Wachstum im PC-Geschäft werde daher in den nächsten 18 Monaten im Wesentlichen durch die Nachfrage von Unternehmensseite geschürt, glaubt Gartner-Analyst Raphael Vasquez. Da viele Firmen im Krisenjahr 2009 die Investitionen in neue Technik zurückgestellt hatten, herrscht nun Nachholbedarf – insbesondere auch im Hinblick auf die immer noch große Zahl von Unternehmensrechnern, die weiterhin mit Windows XP betrieben werden, ergänzt Vasquez. (map)