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Gateway-Chef tritt zurück

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Der gebeutelte PC-Hersteller Gateway verliert seinen Chef: Der Vorstandsvorsitzende Jeff Weitzen ist zurückgetreten. Gateway als zweitgrößter Direktverkäufer von PCs rutsche im vierten Quartal tief in die rote Zahlen, nachdem die Flaute im Weihnachtsgeschäft die Umsatz und Gewinn der Firma in den Keller drückte. Als eine Konsequenz daraus kündigte Gateway an, dass bis zu 10 Prozent der Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren würden.

Nun nimmt auch Weitzen seinen Hut und wird vom Verwaltungsratsvorsitzenden Ted Waitt abgelöst. Waitt, der Gateway 1985 in South Dakota gegründet hat, besitzt etwa 32 Prozent der Aktien des Unternehmens. Mit einem Nettovermögen von 8,4 Milliarden US-Dollar steht er auf der Forbes-Liste der 400 reichsten Amerikaner auf Platz 27.

Im vierten Quartal erlitt Gateway 94,3 Millionen US-Dollar Verlust im Vergleich zu 126 Millionen Dollar Gewinn im Jahr zuvor. Der Umsatz verringerte sich auf 2,37 Milliarden US-Dollar. In den Monaten zuvor dagegen trug Weitzen nach Ansicht des Unternehmens immer wieder zu Umsatz- und Gewinnsteigerungen bei, indem er den Vertrieb von Speichersystemen und Software beschleunigte, anstatt ausschließlich das wachstumsarme PC-Geschäft zu betreiben. Weitzen habe eine Menge getan, um das Gateway-Geschäft über die "Kistenschieberei" hinaus auf ein gutes Fundament zu stellen, meinte der neue CEO Waitt. Nach seinen eigenen Angaben will sich Weitzen ins Privatleben zurückziehen. (jk)

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