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GeForce GTS 450: Fermi für die Mittelklasse

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Die GeForce GTS 450 ist im Leerlauf sehr sparsam und unterstützt die Wiedergabe von 3D-Blu-rays.

(Bild: Nvidia)

Nvidias neue Mittelklasse-Grafikkarte GeForce GTS 450 setzt auf den GF106-Grafikchip, der zu DirectX 11, OpenGL 4 und OpenCL 1.0 kompatibel ist. Er nutzt 192 Shader-Rechenkerne und kann über 128 Datenleitungen mit dem 1 GByte großen GDDR5-Speicher kommunizieren.

Die GeForce GTS 450 ist in Spielen etwas schneller als die AMD-Konkurrenzkarte Radeon HD 5750. Bei einigen DirectX-11- oder Nvidia-freundlichen Titeln überholt sie sogar eine Radeon HD 5770. Im 3DMark Vantage erreicht die GeForce GTS 450 in der Performance-Voreinstellung rund 9500 Punkte, eine Radeon HD 5750 zirka 8500, die HD 5770 etwas über 10.000. In Crysis liegt die neue GeForce-Karte mit der Radeon HD 5750 bei 1680×1050 Bildpunkten und sehr hoher Detailstufe etwa gleich auf, bei HAWX setzt sich die GTS 450 deutlich ab.

Der GF106-Grafikchip (1,17 Milliarden Transistoren) mitsamt der 32 Textureinheiten und 16 Rasterendstufen läuft mit 783 MHz, die Shader-Rechenkerne mit 1566 MHz. Von Letzteren sitzen jeweils 48 in insgesamt 4 Streaming-Multiprozessoren. Für aufwendige Tessellation-Berechnungen sind entsprechend vier Polymorph-Engines zuständig. Der GDDR5-Speicher schafft bei einer Taktfrequenz von 1800 MHz eine Datentransferrate von 57,6 GByte/s – die HD 5770 bietet mit 76,8 GByte eine höhere Bandbreite.

Der GF106-Grafikchip der GeForce GTS 450 hat zwei 64-Bit-Speichercontroller, im Vollausbau sind es maximal drei.

(Bild: Nvidia)

Bringen aufwendige Programme die GeForce GTS 450 zum Schwitzen, dann soll sie laut Nvidia bis zu 106 Watt verheizen und bringt daher auch einen sechspoligen Stromstecker mit. Unsere Messungen ergaben etwas über 90 Watt mit kurzzeitigen Spitzen von bis zu 135 Watt. Im Leerlauf ist die Mittelklassegrafikkarte sogar genügsamer als eine Radeon HD 5750 und kommt mit rund 12 Watt (Dual-Monitor-Betrieb: 15 Watt) aus, sie arbeitet mit 0,4 Sone zudem sehr leise. Beim Spielen drehte der Lüfter auf über 1800 U/min hoch und war bei 0,9 Sone noch zu ertragen. Die Grafikchip-Temperatur kletterte nicht über 70 °C.

Die GeForce GTS 450 unterstützt laut Nvidia auch die Wiedergabe von Blu-Rays mit stereoskopischen Inhalten und kommt mit den Tonformaten DTS-HD Master Audio und Dolby TrueHD zurecht. Rund 120 Euro soll die Mittelklassekarte kosten.

Der kommende GeForce-Treiber (v260) soll vor allem bei SLI-Systemen für Performance-Zuwachs sorgen.

(mfi)

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