GeForce GTX 970: Sammelklage gegen Nvidia

In den USA gehen Käufer nun gerichtlich gegen den GPU-Hersteller vor, da sie sich durch falsche technische Angaben getäuscht sehen.

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GeForce GTX 970: Sammelklage gegen Nvidia

(Bild: Nvidia)

Von
  • Christian Hirsch

Vor dem Nordkalifornischen Bundesbezirksgericht in San Francisco hat ein Käufer von zwei Grafikkarten des Typs GeForce GTX 970 einen sogenannten Class Action Suit gegen Nvidia und den Kartenhersteller Gigabyte eingereicht. In der Klageschrift wirft er den Firmen unlauteren Wettbewerb sowie irreführende Werbung vor.

Erst nachdem sich zahlreiche Nutzer über Bildruckler bei hoher Speicherauslastung beschwerten hatten, räumte Nvidia Ende Januar ein, dass nur 3,5 der 4 GByte der GeForce GTX 970 schnell angebunden sind. Nach weiterem Druck kam an die Öffentlichkeit, dass die GPU darüber hinaus weniger Level-2-Cache und Rasterendstufen (ROPs) als angegeben hat. Ein offizielles Schuldeingeständnis vermeidet der Chiphersteller aber.

Damit Sammelklagen in den USA eingereicht werden können, muss es mindestens 100 Betroffene geben und der Streitwert 5 Millionen US-Dollar übersteigen. Im nächsten Schritt entscheidet das Gericht nun zunächst darüber, ob die Klage zugelassen wird. Für deutsche Kunden hat ein mögliches Urteil hingegen keine Relevanz, da eventuelle Schadenersatzzahlungen nur für US-Käufer gelten. Hierzulande sind Käufer einer GeForce GTX 970 auf die Kulanz der Händler angewiesen. (chh)