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GeForce-Treiber 417.71 unterstützt GeForce RTX 2060 und FreeSync-Displays

Nvidia liefert den auf der CES versprochenen Support für FreeSync-Displays via G-Sync jetzt mit dem neuen GeForce-Treiber 417.71.

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Mit dem GeForce-Treiber 417.71 können können GeForce-Grafikkarten auch FreeSync-Monitore mit variabler Bildrate als G-Sync-Displays ansteuern.

(Bild: Nvidia )

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Der neue Game-Ready-Driver GeForce 417.71 steht seit Mittwoch bei Nvidia zum Download bereit. Er unterstützt als erster WHQL-zertifizierter Treiber die neue GeForce RTX 2060. Spannender dürfte aber sein, dass Nvidia damit den auf der CES versprochenen Support für FreeSync-Monitore als G-Sync-Displays unter Windows 10 liefert.

Aus den Release-Notes gehen einige Einschränkungen hervor. So lassen sich FreeSync-Displays erst ab der Pascal-Generation (GeForce-1000-Serie) mit variabler Bildwiederholrate (VRR, variable refresh rate) betreiben. Außerdem lässt sich G-Sync bislang nur an einem einzelnen Display aktivieren, auch wenn mehrere angeschlossen sind. Von sich aus schaltet der Treiber die Möglichkeit zudem nur bei den zwölf Monitormodellen an, die Nvidias internen Test bestanden haben. Welche das sind, verrät die Liste der G-Sync-kompatiblen Monitore.

G-SYNC Compatible Support

  • NVIDIA G-SYNC can now be used to activate the VRR features of G-SYNC Compatible displays. G-SYNC Compatible displays have been validated by NVIDIA to not show pulsing, flickering, or other artifacts during VRR gaming. See https://www.nvidia.com/en-us/geforce/products/g-sync-monitors/specs/ for the list of G- SYNC Compatible displays.
  • G-SYNC on G-SYNC Compatible displays is supported only with NVIDIA Pascal and later GPU architectures.
  • Only single displays are currently supported; multiple monitors can be connected but no more than one display should have G-SYNC enabled.

Steht der eigene FreeSync-Monitor nicht auf Nvidias Whitelist, lässt sich G-Sync aber mit wenigen Klicks im Treiber anschalten. Zunächst aktiviert man im Monitormenü FreeSync, falls es nicht schon eingeschaltet ist. In der Nvidia-Systemsteuerung geht der Nutzer auf den Eintrag "G-Sync einrichten", setzt unter Punkt 3 "Enable settings for the selected display model" ein Häkchen und übernimmt die Einstellungen. Wir haben das mit dem FreeSync-Display Dell S2719DGF ausprobiert. Alles lief reibungslos und wie erwartet.

G-Sync lässt sich auch bei Displays aktivieren, die nicht auf Nvidias Kompatibilitätsliste stehen.

Bildschirme, die variable Bildwiederholraten unterstützen, sind eine feine Sache: Sie lassen sich von einer kompatiblen Grafikkarte die Bildrate vorgeben. Damit kommt es bei hohen Bildraten nicht mehr zum Zerreißen des Bildes, bei niedrigen FPS nicht mehr zu starken Rucklern. Allerdings mussten Nutzer sich bislang an einen Hersteller binden: Weil G-Sync ein spezielles Hardware-Modul erfordert, bleibt es weiterhin auf Nvidia-GPUs beschränkt. FreeSync, das als Adaptive-Sync auch Teil der DisplayPort-Spezifikation in Version 1.2a ist, funktionierte bislang allein mit AMD-GPUs. Nvidia unterstützte diesen Sync-Standard bislang allein aus marktpolitischen Gründen nicht; technische Hürden gab es nicht. Warum Nvidia den FreeSync-Support nicht auch auf ältere GPU-Generationen ausdehnt, bleibt unklar.

Update, 17.1.2019: Tatsächlich besteht eine technische Hürde beim Einsatz von FreeSync/Adaptive-Sync auf älterer Nvidia-Hardware: Adapvtive-Sync setzt DisplayPort 1.2a voraus, GeForce GTX 900 und älter haben aber nur DisplayPort 1.2 an Bord (bkr)