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Gebote für Toshibas Speichersparte steigen

Der Auftragsfertiger Foxconn soll Medienberichten zufolge ein Angebot für Toshibas Speichersparte abgegeben haben. Angeblich will das Unternehmen 27 Milliarden Dollar bieten.

Gebote für Toshibas Speichersparte steigen

Toshiba braucht dingend Geld. Nach der Pleite des US-Tochterunternehmens Westinghouse und einem Bilanzskandal fehlen dem Unternehmen diverse Milliarden US-Dollar. Daher will Toshiba sein Tafelsilber veräußern: Die Speichersparte des Unternehmens wurde bereits vom Mutterkonzern abgespalten; sie soll ganz oder in Teilen veräußert werden. Im Juni will Toshiba den Verkauf über die Bühne bringen.

Der Bieterprozess läuft zwar hinter verschlossenen Türen ab, dennoch aber dringen einige Informationen an die Öffentlichkeit. So sollen sowohl SK Hynix als auch Broadcom rund 18 Milliarden US-Dollar für das gesamte Paket geboten haben. Im Rennen sind den Angaben zufolge auch noch andere Unternehmen, darunter der amerikanische Laufwerkshersteller WD, der mit Toshiba zusammen die Chip-Fertigung im gemeinsamen Unternehmen Flash Forward betreibt. Der Auftragsfertiger Foxconn soll laut Bloomberg und Wall Street Journal nun 27 Milliarden US-Dollar geboten haben.

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Zwar ging der Umsatz von Foxconn im vergangenen Jahr um fast drei Prozent auf rund 136 Milliarden US-Dollar zurück, doch anscheinend ist die Börse immer noch gut gefüllt. Im Frühjahr 2016 hatte Foxconn den Unterhaltungselektronik-Hersteller Sharp übernommen, der Kaufpreis betrug rund 3 Milliarden Euro – anfangs war jedoch ein weit höherer Betrag im Gespräch. Allerdings möchte die japanische Regierung vermeiden, dass die Chip-Fertigung an ein chinesisches Unternehmen geht. (ll)

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