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Gefälschte Mahnungen verlangen Geld für Nutzung von youporn.com

Zurzeit kursiert eine E-Mail, in der eine Rechtsanwaltskanzlei Geld dafür einfordert, die Website youporn.com besucht zu haben. Dabei handelt es sich um eine Fälschung.

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Gefälschte Mahnungen verlangen Geld für Nutzung von youporn.com

"Sie haben das Onlineangebot youporn.com in Anspruch genommen", heißt es in einer E-Mail, die momentan durch die Postfächer geistert. Darin fordert vermeintlich die Anwaltskanzlei "Auer Witte Thiel" von den Angeschriebenen, 270 Euro für die Nutzung – des in Wirklichkeit unentgeltlichen Angebots – zu zahlen. Außerdem seien noch Mahngebühr und Bankspesen fällig. Als Bankverbindung ist ein Konto bei der Commerzbank angegeben. Diese E-Mail ist eine Fälschung, hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nach Rücksprache der Kanzlei ermittelt.

Die Mahnung stammt angeblich von der Wondo GmbH & Co KG. "Betroffene sollten sich von der Mahnung keineswegs einschüchtern lassen und den verlangten Betrag nicht zahlen", empfiehlt Barbara Steinhöfel, Referentin für Telekommunikation und Digitale Medien der Verbraucherzentrale. Stattdessen sollten Betroffene Anzeige bei der Polizei erstatten.

Auf der Website der Kanzlei heißt es: "Unter den Aktenzeichen 10316002088 und 131213371312 werden derzeit falsche E-Mails in unserem Namen versendet. Diese Mails stammen nicht aus unserem Hause. Wir bitten Sie diese E-Mail zu ignorieren oder zu vernichten und entschuldigen uns bei Ihnen für diese, nicht von uns veranlassten, Unannehmlichkeiten."

Zum Portfolio der Münchner Kanzlei gehört "Forderungsmanagement". Sie schreibt über sich, "auf die Beitreibung großer Forderungsmengen, auch bei kleinsten Ticketgrößen", spezialisiert zu sein. Andere Rechtsanwälte weisen darauf hin, dass Auer Thiele Witt für Dating- und Flirtportale Mitgliedsbeiträge geltend macht, bei denen es sich um Abofallen handeln könne. (anw)

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