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Gefahr für Epileptiker: Twitter sperrt animierte PNGs

Nach einer Troll-Attacke auf das Konto einer Epileptiker-Stiftung sperrt Twitter animierte PNGs.

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(Bild: Koshiro K/Shutterstock.com)

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Twitter hat einen Bug entdeckt, mit dem sich die Autoplay-Einstellungen des Dienstes umgehen ließ und der es ermöglichte, animierte PNGs (APNG) zu tweeten. Solche Bilddateien hochzuladen verstößt gegen die Richtlinien des sozialen Netzwerks, da es Nutzern schaden kann. Der Fehler wurde nun behoben.

In einem Tweet erklärt Twitter, dass APNGs zwar Spaß machen können, sie jedoch gegen die Richtlinie verstoßen und deshalb verbannt werden. Das sei zur Sicherheit der Menschen, die sensibel auf Bewegungen reagieren, etwa auch Epileptiker.

Zuvor hatte es einen Troll-Angriff auf das Twitter-Konto einer Epileptiker-Stiftung gegeben, wie The Verge berichtet. Dabei wurden bereits im November Bilder mit rasant wechselnden Lichtern hochgeladen und so verschlagwortet, dass Betroffene sie finden sollten.

Der November gilt als Epilepsie-Bewusstseinsmonat in den USA. Die Stiftung hat den Fall der US-Strafverfolgungsbehörd übergeben. Etwa drei Prozent der Epileptiker bekämen einen Anfall, wenn sie schnell wechselnde Lichter sehen, heißt es auf der Webseite der Epilepsy Foundation. Twitter hat auf das Problem reagiert und schreibt: "Wir möchten, dass jeder bei Twitter sicher ist."

Bereits hochgeladene APNG-Bilddateien werden nicht nachträglich gelöscht. Bewegte Bilder können auch weiterhin als GIFs oder normale Videos geteilt werden. Diese starten auf Twitter jedoch nicht automatisch, sie überrumpeln Menschen mit derartigen Problemen also nicht. (emw)