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Gegen Drogendrohnen: Update von DJI bringt Flugverbotszonen

Eine Firmware für mehrere Drohnen des Herstellers DJI soll kriminelle Einsatzmöglichkeiten der Fluggeräte eindämmen.

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Gegen Drogendrohnen: Update von DJI bringt Flugverbotszonen

Die Phantom-Drohnen von DJI sind mit einer Kamera ausgestattet bzw. lassen sich mit einer solchen erweitern.

(Bild: DJI)

Hersteller DJI, der in letzter Zeit durch Negativschlagzeilen rund um seine Flugdrohnen auf sich aufmerksam machte, will mit einer neuen Firmware für mehr Sicherheit sorgen. Das geht aus einem Bericht von Techcrunch hervor. Auf den Modellen Phantom 2, Phantom 2 Vision und Phantom 2 Vision+ soll demnach eine für die kommenden Tage erwartete Systemsoftware für Flugverbotszonen in bestimmten Arealen sorgen. Dazu gehören 10.000 Flughäfen, die Landesgrenzen der USA sowie ein 25 Kilometer großer Bereich um die Innenstadt von Washington.

Damit reagiert DJI auf einen Absturz Ende vergangener Woche, bei dem eine Drohne des chinesischen Herstellers gegen einen Baum prallte und dann auf dem Rasen der Residenz des US-Präsidenten. Der Crash der für die Radarüberwachung zu kleinen Drohne sorgte in den USA für Diskussionen über die Sicherheit derartiger Fluggeräte.

Doch auch an anderer Stelle werden die Flugdrohnen nicht nur zur Unterhaltung ihrer Besitzer eingespannt. So konnten Polizeikräfte vor einer Woche eine mit Crystal Meth beladene Drohne von DJI in Gewahrsam nehmen, nachdem diese offenbar unbeabsichtigt auf einem Supermarktparkplatz in Tijuana, Mexiko, niederging. Der Nutzung für Drogentransporte will DJI mit der Firmware ebenfalls entgegenwirken. Das Update soll die Drohne von der Übertretung der US-Grenzen abhalten.

Auch Kriminelle in Deutschland versuchten Anfang Dezember, eine Phantom-1-Drohne des Herstellers DJI als Transportvehikel für Drogen zu nutzen. Der Versuch, ein mit Marihuana bestücktes Fluggerät vor das Fenster des Gefängnisses in Bremen Oslebshausen zu steuern, misslang jedoch und führte zu einem Absturz auf den Hof der Anstalt. (axk)

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