Geisterporträts, die auf Mäuse schauen

Ein Google-Entwickler hat in seiner Freizeit ein neuronales Netz entwickelt, das Gesichter erfindet, in Porträts verwandelt und die Augen der Porträts dem Mauszeiger folgen lässt. Eine Demo-Webseite zeigt, wie das aussieht.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 53 Beiträge

(Bild: Mike Tyka )

Von
  • Pina Merkert

Mike Tyka erforscht bei Google neuronale Netze und bringt seinem Rechner in seiner Freizeit bei, Porträts von Personen zu erfinden. Um den schönsten vom Computer berechneten Gesichtern mehr Leben einzuhauchen, bewegt er ihre Augen, damit sie dem Mauszeiger nachschauen. Die Gesichter könnten von Gestalten aus einer Geisterbahn stammen und lassen sich auf einer Demo-Webseite bewundern.

Mike Tykas Rechner hat diese Dame aus Zufallszahlen berechnet.

(Bild: Mike Tyka )

Um die Gesichter zu erzeugen, nutzt Tyka Generative-Adversarial-Networks (GAN). Die bestehen aus zwei neuronalen Netzen, die gegeneinander arbeiten: Ein Generator versucht aus Zufallszahlen Porträts zu erzeugen, die ein Diskriminator nicht von echten Fotos unterscheiden kann. GANs produzieren aber bisher nur Bilder mit niedrigen Auflösungen. Tyka skaliert sie daher mit Superresolution-KIs auf eine höhere Auflösung. Wie das im Detail funktioniert, erklärt er in seinem Blog.

Auf der Demoseite kombiniert er einige der schönsten Porträts mit DeepWarp, einem KI-Verfahren, um die Augen der Porträts in bestimmte Richtungen schauen zu lassen. DeepWarp kann man auch mit eigenen Bildern ausprobieren. Tyka hat DeepWarp vorher mit Fotos ausprobiert, was man auf einer weiteren Demoseite bewundern kann. (pmk)