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Geklaute Videos: Facebook will Rechteinhabern helfen

Rechteinhaber sollen auf Facebook künftig zeitnah verhindern können, dass Fremde mit ihren Videos Klicks und Geld sammeln. Dazu hat das Netzwerk einen Rechtemanager eingerichtet, mit dem Urheber die Verbreitung ihrer Videos kontrollieren können.

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Facebook

(Bild: dpa, Marc Tirl/Archiv)

Ein halbes Jahr nachdem sich Kreative darüber beschwert hatten, dass gestohlene Videos auf Facebook zu lange abrufbar bleiben, hat das Unternehmen nun offenbar reagiert. Wer fremde Videos von einer Internetseite oder Plattform kopiert und auf Facebook wieder hochlädt, dem drohen nun besonders schnell teure Abmahnungen, erläutert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Dieses sogenannte Freebooting ist relativ weit verbreitet, Facebook etwa hatte bislang keinen Content-ID-Mechanismus, um das zu erkennen beziehungsweise zu verhindern. Rechteinhaber wissen oft auch nicht, was mit ihrem Video passiert oder wie sie die illegale Verbreitung verhindern können.

Dafür hat das soziale Netzwerk nun ein neues Tool namens Rights Manager veröffentlicht, über das Rechteinhaber die illegale Vervielfältigungen ihre Werke bei Facebook aufspüren können sollen. Sie müssen sich dafür auf rightsmanager.fb.com registrieren, als Referenz ihre Videodateien erfassen lassen und Regeln zur Überprüfung definieren.

Anschließend prüft das Tool jedes neu bei Facebook hochgeladene Video auf Übereinstimmungen in der Referenzdatenbank. Wird eine Kopie entdeckt, erhält der Rechteinhaber einen Hinweis. Er kann dann entscheiden, was mit dem Video geschehen soll und natürlich auch juristische Schritte einleiten.

Das Teilen von Videos innerhalb von Facebook über den Klick auf den entsprechenden Button ist von der Änderung nicht betroffen und bleibt für die Nutzer unkritisch. (mho)

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