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Geld mit Blogs verdienen: WordPress startet Abo-System

WordPress-Blogger sollen leichter regelmäßig Geld verdienen – ein neues Abo-System macht es möglich. Umsonst ist der Service aber nicht.

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Viele Blogger bloggen mit viel Leidenschaft, verdienen aber nur wenig Geld mit ihren Inhalten. Deshalb startet WordPress.com nun ein neues Abo- und Bezahlsystem, das automatisch und regelmäßig Geld einsammelt. Verfügbar ist die Funktion für alle Nutzer mit einer kostenpflichtigen Site auf WordPress.com sowie für selbstgehostete WordPress-Installationen, die das Jetpack-Plugin verwenden. Ziel war es, ein einfaches System zu schaffen, mit dem Blogger sofort und unkompliziert Geld verdienen können.

"Es ist nicht so leicht, kreativ zu sein, wenn man sich ums Geld sorgen muss", erklärt Entwickler Artur Piszek im WordPress-Blog. Werbebanner helfen zwar, bringen oftmals aber nicht genug ein. Für einen steten Geldstrom sorgen hingegen Abo-Systeme: Dann zahlt die Leserschaft regelmäßig für gute Inhalte. Gedacht ist das WordPress-Bezahlsystem auch für Newsletter, den Verkauf von "exklusiven Inhalten" und für Spendensammlungen.

Die zahlenden Kunden können ihr Abo jederzeit kündigen. Es gibt zudem eine "Bezahl-was-du-willst"-Option. WordPress-Nutzer haben die Möglichkeit, einen Bezahl-Button in ihre Site einzubinden. Auf Longreads.com ist das Abo-System bereits länger im Einsatz, beginnend als frühe Testversion. Longreads-Gründer Mark Armstrong hatte die WordPress-Entwickler mit "sehr viel Feedback" versorgt, immerhin habe man 8 Jahre Erfahrungen mit Abo-Systemen gesammelt.

Den Zahlungsprozess wickelt der Dienstleister Stripe an. Dort ist ein Account notwendig, um die Abo-Gelder einzusammeln. Zahlende Leser können mehrere WordPress-Seiten abonnieren und ihre Daten und Abos zentral verwalten, wenn sie ein kostenloses Konto bei WordPress.com eingerichtet haben.

Beim Abschluss eines Abos prüft WordPress, ob die angegebene E-Mail-Adresse bereits mit einem Account verknüpft ist. Wenn das der Fall ist, wird das abgeschlossene Abo automatisch dem Account hinzugefügt. Andernfalls wird ein WordPress-Konto angelegt. Die Transaktion passiert zwischen Blogger und Abonnenten: "WordPress.com erleichtert nur die Bearbeitung und Verwaltung des Abonnements", speichere aber keine Zahlungsinformationen. (Die Daten sind stattdessen bei Stripe hinterlegt.)

Umsonst ist der neue Abo-Service für Blogger aber nicht: Je nach gebuchtem Tarif behält WordPress.com einen bestimmten Prozentsatz als Gebühr ein; sie liegt zwischen 2 und 8 Prozent. Hinzu kommen weitere 2,9 Prozent sowie 0,30 US-Dollar pro Zahlung, die Stripe einbehält. Für Nutzer von "WordPress.com Free" steht die Funktion nicht zur Verfügung. Betreiber von WordPress.com samt Jetpack ist Automattic. WordPress selbst ist ein Open-Source-Projekt, das von einer engagierten Community weiterentwickelt wird. (dbe)