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Gema verteilt 860 Millionen Euro an zwei Millionen Künstler

Von über einer Milliarde Euro eingenommener Entgelte schüttete die Gema vergangenes Jahr 860 Millionen Euro an Musik-Urheber aus.

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(Bild: dpa, Frank Leonhardt)

Die Musikrechtegesellschaft Gema hat im vergangenen Jahr von Konzertveranstaltern, Diskotheken, Radiosendern und Internetdiensten eine Milliarde Euro eingenommen. Davon werden nun 860 Millionen Euro an weltweit zwei Millionen Komponisten, Textautoren und Musikverleger verteilt, wie die Gema am Dienstag in München mitteilte.

Die Erträge aus Internet- und Streamingdiensten stiegen von 70 auf 106 Millionen Euro. Das dürfe "jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass zwischen der Vergütung für die Musikurheber und den Erträgen großer Online-Plattformen, die mit der Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke Gewinne erzielen, weiterhin eine große Lücke klafft", kritisierte Gema-Chef Harald Heker. Das neue EU-Urheberrecht werde die Rechte der Kreativen stärken.

Größte Geldquelle der Gema blieb laut Geschäftsbericht die öffentliche Wiedergabe von Musik mit 386 Millionen Euro Beitrag, gefolgt von Rundfunk und Fernsehen mit 302 Millionen Euro. Die Einnahmen aus CDs und Schallplatten sanken von 96 Millionen Euro auf 81 Millionen Euro.

Insgesamt sanken die Einnahmen der Gema im Vergleich zum Vorjahr leicht ab, von rund 1,07 Milliarden Euro auf 1,02 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag die an Urheber verteilte Summe mit 913 Millionen Euro ebenfalls noch höher. Den eigenen Aufwand, der Personal- und Sachkosten umfasst, bezifferte die Gema mit etwas unter 160 Millionen Euro, was leicht unter dem Vorjahr liegt. Das ergibt einen Kostensatz von 15,7 Prozent der eingenommenen Entgelte – 2017 lag das noch bei 15 Prozent. (axk)