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Gemini Lake Refresh: Intel legt Billig-Prozessoren von 2017 noch mal neu auf

Die CPU-Familie Gemini Lake Refresh überbrückt die Zeit, bis Skyhawk Lake (10 nm) mit Tremont-Kernen und Gen11-GPU für die Serienproduktion reif ist.

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Ein alter Bay-Trail-Atom von Intel (Symbolbild).

(Bild: Christof Windeck / c't)

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Intel bringt für günstige Notebooks und Mini-PCs die Prozessorfamilie Gemini Lake Refresh. In den letzten zwei Jahren ist die eigene Chipfertigung mit Strukturbreiten von 14 Nanometern so weit vorangeschritten, dass Intel die CPU-Taktfrequenzen um bis zu 500 MHz erhöhen kann. So arbeitet der Pentium Silver J5040 mit 2,0 bis 3,2 GHz, der Vorgänger Pentium Silver J5005 aber nur mit 1,5 bis 2,8 GHz.

An der zugrundeliegenden Technik ändert sich jedoch nichts. Intel paart bis zu vier Goldmont-Plus-Rechenkerne mit einer Gen9-LP-Grafikeinheit. Die GPUs arbeiten genauso schnell wie bisher. Gemini Lake Refresh (GML-R) dient als Lückenfüller, bis voraussichtlich Ende 2020 der Nachfolger Skyhawk Lake erscheint (nach anderen Quellen Jasper Lake genannt). Dieser bringt neue Tremont-Rechenkerne, eine moderne Gen11-GPU und wird mit 10-nm-Technik gefertigt.

Mit dem gleichen 10-nm-Siliziumchip wird Intel unter dem Codenamen Elkhart Lake (EKL) auch seine Embedded- beziehungsweise IoT-Schiene aktualisieren, die als Atom E3900 immer noch mit Apollo Lake (APL) und den älteren Goldmont-Rechenkernen von 2016 vorliebnehmen muss. Die integrierte GPU beherrscht lediglich HDMI 1.4, kann also nur Full-HD (1920 × 1080 Pixel) mit 60 Hertz wiedergeben. Einen Atom E mit ausgedehnter Liefergarantie gibt es innerhalb der Gemini-Lake-Serie nicht – ein neuer dürfte erst wieder Ende 2020 erscheinen.

Hier liegt auch der Grund, warum viele Hersteller weiterhin Embedded-Systeme mit Apollo Lake in den Handel bringen: Die Designs sind mit den fast baugleichen Mobile-Versionen kompatibel, sodass die Hersteller geräteübergreifend die gleichen Plattformen einsetzen und somit Geld sparen können

Die Vorstellung von Gemini Lake Refresh fand ohne viel Aufsehen statt. Intel hat lediglich die eigene Ark-Datenbank aktualisiert. Die Billig-Prozessoren erhalten seit Monaten wenig Aufmerksamkeit, weil Intel nicht genug 14-nm-Fertigungskapazitäten hat und deshalb die margenträchtigen Xeon-Prozessoren priorisiert.

Prozessor Kerne / Threads Basistakt / Turbo GPU TDP Preis
Desktop
Pentium Silver J5040 4 / 4 2,0 / 3,2 GHz UHD 605 10 W $161
Celeron J4125 4 / 4 2,0 / 2,7 GHz UHD 600 10 W $107
Celeron J4025 2 / 2 2,0 / 2,9 GHz UHD 600 10 W $107
Mobile
Pentium Silver N5030 4 / 4 1,1 / 3,1 GHz UHD 605 6 W $161
Celeron N4120 4 / 4 1,5 / 2,6 GHz UHD 600 6 W $107
Celeron N4020 2 / 2 1,1 / 2,8 GHz UHD 600 6 W $107

(mma)