Generalstaatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Unister-Manager

Fünf leitende Manager des Leipziger Internetunternehmens Unister sind angeklagt worden. Ihnen wird unerlaubter Vertrieb von Versicherungsprodukten, Steuerhinterziehung und strafbare Werbung vorgeworfen.

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  • Mit Material von dpa

Die sächsische Generalstaatsanwaltschaft hat Anklage gegen fünf leitende Manager des Leipziger Internethändlers Unister erhoben. Den Managern werde der unerlaubte Vertrieb von Versicherungsprodukten, Steuerhinterziehung und strafbare Werbung vorgeworfen, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein, am Donnerstag und bestätigte Medienberichte vom gleichen Tag. Klein nannte allerdings keine Namen. Unister-Sprecher Konstantin Korosides sagte, die lange erwarteten Anklagen seien zugestellt worden.

Unister habe weiterhin großes Interesse an der Rechtsfindung in allen relevanten Fragen und werde konstruktiv unterstützen. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. Das Landgericht Leipzig muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Unister betreibt unter anderem Reiseportale. Hierüber soll Unister ein Stornoschutz-Produkt angeboten und dafür keine Versicherungssteuern abgeführt haben. Die rechtliche Einordnung des Stornoschutz-Produktes als Versicherung ist zwischen Unister und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) umstritten. Korosides unterstrich erneut, Unister habe Umsatzsteuern gezahlt.

Die Ermittlungen gegen Unister laufen bereits seit Ende 2012, es fanden schon verschiedene Hausdurchsuchungen statt. Im Februar 2013 hatte Gründer Thomas Wagner seinen Chefposten geräumt und einem neuen Management Platz gemacht. (axk)