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Genfer Autosalon: Airbus zeigt Konzept für Flugauto

Auch Airbus und Italdesign sind auf die Idee gekommen, ein Flugauto zu entwickeln. In Modulbauweise wird es entweder mit einem Fahrgestell oder Rotoren gekoppelt.

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Genfer Autosalon: Airbus zeigt Konzept für Flugauto

(Bild: Airbus)

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Eine Passagierkabine, die je nach Bedarf fahren oder fliegen kann, und zwar teils vollautonom und elektrisch angetrieben – so stellt sich der Luftfahrtkonzern Airbus die Zukunft der Mobilität vor. Auf dem Genfer Autosalon zeigt er derzeit das Konzept "Pop.Up". Dabei handelt es sich um eine Kabine, die entweder mit einem Fahrgestell oder mit einem Flugmodul gekoppelt wird. Airbus kooperierte dabei nach eigenen Angaben mit Italdesign.

Flugauto Pop.up 2017 (10 Bilder)

60 kW sollen die E-Motoren am Boden liefern und der Akku am Boden für 130 km reichen.
(Bild: Airbus)

Die beiden Unternehmen stellen sich das so vor: Die Passagiere planen und buchen ihre Reise mit einer App. Das System soll dann die beste Transportmöglichkeit abhängig von Nutzerfähigkeiten, Zeitplanung, Verkehrsverhältnissen und Kosten errechnen. Je nach dem wird die Kapsel mit dem Fahr- oder Flugmodul versehen. Zwei Passagiere sollen dabei in der 2,6 m langen, 1,4 m hohen und 1,5 m breiten Kohlefaser-Kabine Platz nehmen können.

(Quelle: Airbus Group)

Wenn auf dem Weg zum Ziel Staus drohen, wird die Kabine mit dem 5 m × 4,4 m großen Flugmodul gekoppelt, das unter anderem aus acht Rotoren besteht. Damit soll das Gefährt senkrecht starten können. Die Passagiere benötigen dafür keine aktive Flugerfahrung, denn sie sollen automatisch gelenkt an ihr Ziel gebracht werden. Danach bewegt sich Pop.Up automatisch zu einer Aufladestation und wartet auf die nächsten Kunden.

Die Idee des Flugautos ist nicht neu, nur wurde sie für den gewöhnlichen Kommerz noch nicht umgesetzt. Einen ersten Schritt will niederländische Unternehmen PAL-V mit seinem kombinierten, also nicht in Modulbauweise zusammengesetzten Gefährt wagen. Es ist seit Kurzem vorbestellbar und soll 2018 ausgeliefert werden – für bis zu 500.000 Euro pro Stück.

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(Bild: gims.swiss)

(anw)