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Geo-Engineering: China betreibt eines der größten Forschungs-Programme weltweit

Technische Eingriffe in großem Maßstab haben das Potenzial, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Insbesondere in China wird mit staatlicher Hilfe erforscht, ob und wie das funktionieren könnte.

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(Bild: Beckyq6937 / Wikipedia / cc-by-sa-3.0)

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Kaum ein Land beschäftigt sich derzeit so intensiv wie China mit der Frage, ob sich dem Klimawandel mit technischen Eingriffen begegnen lässt und welche weiteren Folgen das hätte. In den vergangenen drei Jahren hat die Volksrepublik eines der größten staatlich finanzierten Geo-Engineering-Forschungsprogramme weltweit zusammengestellt. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie das Land anderen Nationen in Klimafragen enteilt, berichtet Technology Review online in "China erkundet Geoengineering".

Geo-Engineering ist ein allgemeiner Ausdruck für Methoden, die vorgeschlagen werden, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Unter anderem beschäftigen sich Forscher mit der Möglichkeit, Partikel in der Atmosphäre zu versprühen, um Sonnenlicht zu streuen, oder Küstenwolken stärker zum Reflektieren zu bringen. Die Hoffnung ist, mit solchen Methoden steigende Temperaturen kompensieren zu können. Jedoch gibt es erhebliche Bedenken wegen möglicher Nebenwirkungen, wegen schwieriger politischer Herausforderungen und wegen der ethischen Bedeutung einer Technik, die das Klima im globalen Maßstab verändern könnte.

Das chinesische Programm hat ein Volumen von rund 3 Millionen Dollar und wird vom Ministerium für Wissenschaft und Technik finanziert. Etwa 15 Fakultätsmitglieder und 40 Studenten an drei Institutionen sind daran beteiligt. Aufgabe der Forscher ist, herauszufinden, welche Auswirkungen Veränderungen des Klimas mit technischen Mitteln hätten. Außerdem sollen sie sich mit Fragen von Politik und Regierungsführung in diesem Zusammenhang beschäftigen. Explizit nicht vorgesehen sind Technik-Entwicklung oder Experimente im Freien, anders als bei neuen US-Forschungsprogrammen an der Harvard University und der University of Washington.

Mehr dazu auf Technology Review online:

(sma)