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Geplante GEMA-Alternative C3S sammelt Gründungskapital

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Die Cultural Commons Collecting Society (C3S), die sich als Alternative zur Musik-Verwertungsgesellschaft GEMA etablieren will, sammelt per Schwarmfinanzierung Geld ein. In den vergangenen drei Tagen sind über die Plattform startnext bisher von 219 Unterstützern 15.500 Euro eingegangen. Das Projekt benötigt nach eigenen Angaben 50.000 Euro, um weitergeführt zu werden. Mit 200.000 Euro ließen sich die ersten Entwickler einstellen.

Logo der C3S

Damit die C3S vom Deutschen Patent- und Markenamt als Verwertungsgesellschaft zugelassen wird, muss sie Mitglieder gewinnen. Nach ihren Angaben seien dafür etwa 3000 Menschen und ein "wirtschaftlich relevantes Repertoire" nötig. Zudem muss die Gesellschaft Abrechnungen und Verwaltung abwickeln können. Wenn sie bereits andere Mittel vorweisen kann, könne sie auch Anträge auf Fördermittel stellen.

Die C3S ist für Musiker gedacht, die bisherigen Verwertungsgesellschaften nicht beitreten möchten oder können, ohne ihren bevorzugten Weg der Lizenzierung aufzugeben und dennoch Umsätze mit ihren Werken erzielen möchten, heißt es in der Selbstbeschreibung. Die GEMA, die in Deutschland ein Monopol innehat, schreibe hingegen vor, dass jedes Mitglied alle Songs unter der gleichen Lizenz zur Rechtewahrnehmung überträgt. Creative-Common-Lizenzen lehnt die GEMA ab.

Später will die C3S Niederlassungen in allen europäischen Ländern anbieten, um ein einheitliches Lizenzierungsmodell etablieren zu können. Das werde auch von der Europäischen Union angestrebt, doch die bisherigen Verwertungsgesellschaften versuchten, Änderungen zu verhindern. (anw)

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