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Gericht verbietet STRATO-Werbeaussagen (Update)

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Die 15. Zivilkammer des Hamburger Landgerichts hat im Streit zwischen den Webhostern 1&1 puretec GmbH und der STRATO Medien AG die im Februar erlassene einstweilige Verfügung gegen STRATO bestätigt und weitere Punkte zum Verbotstenor hinzugefügt. 1&1 puretec hatte eine Unterlassungsklage angestrengt, weil sich STRATO ihrer Meinung nach mit falschen Angaben zur Anzahl gehosteter Domains einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

Das Urteil verbietet es STRATO künftig, mit Aussagen zu werben, in denen STRATO sich als "Marktführer in Europa mit über 1,5 Millionen gehosteten Domains" darstellt, solange STRATO "die behauptete Alleinstellung nicht auf Dauer tatsächlich innehat", wie es im Urteil des Landgerichts Hamburg heißt.

Sören Heinze, Pressesprecher von STRATO, äußerte sich gegenüber heise online gelassen zu der juristischen Niederlage. Natürlich werde man sich an die Vorgaben des Gerichts halten, sagte Heinze, aber das ändere gar nichts an den Fakten. Schließlich hoste man mittlerweile "mehr als 1,7 Millionen Domains". Nach seiner Meinung sucht 1&1 puretec nur nach "Stoff für seine pre-IPO-Story".

Der Pressesprecher von 1&1 puretec, Michael Frenzel, dementiert hingegen, dass puretec derzeit einen Börsengang plane. Für ihn ist der Gerichtsbeschluss eindeutig: "Jedesmal, wenn wir STRATO mit einer Unterlassungsklage zwingen, korrekte Zahlen auf den Tisch zu legen, sind sie nicht dazu in der Lage, ihre zuvor gemachten Angaben zu belegen", betonte Frenzel. (pmz)