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Gericht verbietet Uber-Dienste in Italien

Ein römisches Gericht hat angeordnet, dass der Fahrdienst Uber seine Dienste in Italien einstellen muss - und zwar nicht nur das in vielen Ländern umstrittene UberPOP. Das Unternehmen will das Urteil anfechten.

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(Bild: dpa, Britta Pedersen)

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Ein Gericht in Rom hat am Freitag die App des Fahrdienst-Anbieters Uber in Italien verboten. In seinem Urteil folgte das Gericht den Beschwerden italienischer Taxi-Unternehmen über unlauteren Wettbewerb und ordnete Uber an, innerhalb von 10 Tagen die Dienste und über seine verschiedenen Uber-Apps einzustellen.

Demnach geht es nicht nur um das in Deutschland ebenfalls verbotene UberPOP, das es Privatpersonen ohne Personenbeförderungsschein erlaubt, kostenpflichtige Fahrten anzubieten. Auch Uber-Dienste mit professionellen Fahrern sind betroffen. Sollte Uber dem Urteil nicht nachkommen, muss der Anbieter für jeden Tag nach Ablauf der Frist 10.000 Euro Strafe zahlen.

Der Zeitung Corriere della Sera zufolge habe sich Uber Italien in einer Stellungnahme "schockiert" gezeigt und angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen und eine Aussetzung der Anordnung anzustreben – damit könnte Uber laut der Zeitung zwei Monate Zeit im Rechtsstreit gewinnen.

In einigen anderen europäischen Ländern musste Uber bereits seine Dienste zumindest teilweise einstellen. In Deutschland ist etwa UberPOP verboten, in Dänemark hatte Uber vor kurzem angekündigt, sich aufgrund der verschärften Gesetzeslage zur Personenbeförderung komplett aus dem Markt zurückzuziehen. (acb)