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Gespräche und Musik durch Filmen einer Kartoffelchipstüte rekonstruiert

Forscher des MIT, von Microsoft und Adobe haben eine Technik entwickelt, um aus Videos in den Filmen nicht zu hörende Audioinformationen zu gewinnen. Sie nutzen dabei die Vibrationen auf Oberflächen.

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Forschern des MIT ist es gelungen, Musik und Gespräche zu rekonstruieren, indem sie eine Kartoffelchipstüte beobachteten. Deren für das menschliche Auge nicht zu erkennenden Vibrationen haben sie nach eigenen Angaben mit einer Hochgeschwindigkeitskamera aufgenommen und mit Hilfe eines Algorithmus in Musik, Sprache oder andere Geräusche rückübersetzt, die sich in der Nähe der Chipsverpackung ereigneten. Die Kamera sei in einer Nähe von etwa 4,5 Metern hinter schalldichtem Glas aufgestellt gewesen.

Der Versuchsaufbau mit einer Chipstüte

(Bild: MIT)

Die MIT-Forscher konnten ihre Methode aber nicht nur auf Kartoffelchipstüten anwenden, sondern auch auf Pflanzenblättern und die Oberfläche in einem Wasserglas. Fast jedes Material, das durch Geräusche in Vibrationen geraten kann, sei für die Methode geeignet, um aus Video- Audioinformationen zu gewinnen.

Die Forscher haben auch mit einer gewöhnlichen Digitalkamera experimentiert. Zwar ist ihnen damit keine sinngetreue Rekonstruktion eines Gesprächs gelungen, sie konnten aber das Geschlecht eines Sprechers ausmachen und die Anzahl der Sprechenden.

Das MIT hat dabei zusammen mit Forschern von Microsoft und Adobe zusammengearbeitet. Sie soll auf der Konferenz für Computergrafik Siggraph präsentiert werden, die am 10. August in Vancouver eröffnet wird. (anw)

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