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Gesünder durch Gentechnik?

Die Forschung will das Essen gesünder und nachhaltiger machen. Das gilt etwa für Fleisch, Fett und Zucker. Aus einer neuen Sojabohnen-Sorte lässt sich besseres Öl gewinnen. Und Zuckerersatz soll kaum Nährwert und Nachteile haben.

Gesünder durch Gentechnik?

Jason McHenry auf seinem Farmland in South Dakota, wo die neuen, mit Gen-Editing verbesserten Sojabohnen wachsen.

(Bild: Matthew Hintz)

Bislang genießt die Gentechnik unter den Verbrauchern keinen guten Ruf. Nutzten ihre Errungenschaften doch in der Vergangenheit vor allem der industriellen Landwirtschaft oder den Herstellern von Lebensmitteln. Die Lebensmitteltechnik konzentrierte sich dabei auf Produkte, die sich besser verarbeiten lassen, schöner aussehen oder besser schmecken. Inzwischen aber herrscht ein anderer Trend: Heutzutage soll die Technik die Nahrung in erster Linie gesünder und nachhaltiger machen, berichtet "Technology Review" in seiner neuen März-Ausgabe (jetzt im Zeitschriftenhandel und im heise shop erhältlich).

Dafür hat das amerikanische Biotech-Start-up Calyxt zum Beispiel per Gen-Editing eine Sojabohnensorte entwickelt, deren Öl eher an Olivenöl erinnert und weniger an normales Sojabohnenöl. Bei der Verarbeitung, etwa zu Backfett, fallen daher weniger der ungesunden Transfettsäuren an. Ein Vorteil also sowohl für die Verbraucher als auch für die Farmer, wenn sie die neue Sorte anbauen. Denn die Sojabohnen hatten in den USA durch das Verbot von Transfetten in Lebensmitteln Marktanteile verloren.

Auf Verbesserungen durch Gentechnik setzt auch die Lebensmittelindustrie, wenn es etwa darum geht, Zuckerersatz mit wenig Nährwert und quasi ohne unangenehme Nebenwirkungen zu erzeugen. Manus Bio, ein Spin-off des Massachusetts Institute of Technology (MIT) im amerikanischen Cambridge will zum Beispiel dem Stevia-Süßstoff den bitteren Beigeschmack austreiben. Dazu haben die Forscher Pflanzengene in Bakterien eingebaut. Sie stellen nun ausschließlich den wohlschmeckenden Stevia-Bestandteil Rebaudiosid her – ohne das bittere Beiprodukt Steviosid.

Mehr zu dem Thema in der aktuellen Ausgabe von "Technology Review" (jetzt im gut sortierten Zeitschriftenhandel und im heise shop erhältlich). (Veronika Szentpétery-Kessler) / (inwu)

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