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Gesundheits-Apps fast auf jedem zweiten Smartphone

Laut einer Studie des IT-Branchenverbands Bitkom gehören Apps aus dem Gesundheitsbereich für 45 Prozent der Smartphone-Nutzer bereits zum Alltag. Die Einsatzbereiche sind dabei sehr unterschiedlich.

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CES 2015

(Bild: dpa, Sebastian Kahnert)

Bereits 45 Prozent der Smartphone-Benutzer verwenden Gesundheits-Apps, weitere 45 Prozent können sich vorstellen, das in Zukunft zu tun. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die Bitkom Research im Auftrag des Branchenverbands Bitkom mit 1003 Anwendern durchgeführt hat. Die Befragten ab 14 Jahren nutzten am häufigsten (27 Prozent) Apps, die Körper- und Fitnessdaten wie Blutdruck, gegangene Schritte oder Herzfrequenz aufzeichnen. 26 Prozent können sich das zukünftig vorstellen.

Verhältnismäßig gering ist dagegen das Interesse an elektronischer Gesundheitsberatung auf dem Handy. Nur 11 Prozent verwenden Software, die auf der gesammelten Datengrundlage Tipps zu gesünderem Verhalten generieren oder den Nutzer motivieren. Immerhin 18 Prozent können sich das vorstellen.

Rein informative Apps, die Gesundheitsthemen vorstellen, keine Daten erheben und damit einen vergleichbaren Funktionsumfang wie News-Seiten oder Ratgeber mitbringen, kommen auf 20 Prozent der Benutzer. Weit abgeschlagen mit 2 Prozent sind Apps, die an die Einnahme von Medikamenten erinnern, für 23 Prozent kommt das in Zukunft in Frage.

Interessant sind neben den Nutzern aber auch die Nichtnutzer solcher Apps, von denen 25 Prozent angaben, vor allem aus Datenschutzgründen darauf zu verzichten. Meist stehen dahinter Befürchtungen, dass Unternehmen mit Gesundheitsdaten Geld verdienen könnten oder die Daten missbraucht werden. Bereits Anfang des Jahres zeigte eine Studie, dass 54 Prozent der Deutschen nicht bereit wären, selbst aufgezeichnete Gesundheitsdaten mit ihrer Krankenkasse zu teilen, auch wenn dafür ein Teil der Beiträge zurückerstattet würde. (jam)

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