Menü

Gesundheitskarte: Erstes Terminal zugelassen, Rollout gestoppt

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 98 Beiträge
Von

Die Projektgesellschaft Gematik hat mit dem Terminal MedCompact von Hypercom (vormals Thales) das erste eHealth-BCS Kartenterminal zur allgemeinen Nutzung mit der Krankenversicherungskarte und der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) freigegeben. Vier weitere Hersteller (Celectronic, Cherry, Sagem-Monetel und SCM) haben mit ihren BCS-Terminals die funktionalen Tests der Gematik ebenfalls bestanden, befinden sich aber noch im Prüfverfahren des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Gematik darf nur Geräte zulassen, die das Prüfsiegel des BSI erhalten haben.

Aus der mangelnden Verfügbarkeit von eHealth BCS-Terminals hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein die Konsequenzen gezogen und das anstehende Basis-Rollout auf Eis gelegt. Ursprünglich sollten alle Ärzte in der "Durchstich-Region" Nordrhein im Herbst solche Terminals anschaffen, damit zum Jahresende alle Versicherten dieser Region die Gesundheitskarte erhalten können. Damit verschiebt sich das deutschlandweite Rollout der neuen Karte weit in das Jahr 2009 hinein.

Ein eHealth BCS-Terminal (Basic Card Services) ist ein "migrationsfähiges" Kartenlesegerät, das später mit einem einfachen Software-Update auf den aktuellen Stand der Gesundheitstelematik gebracht werden kann. Zwar können auch andere Terminals die Gesundheitskarte verarbeiten, doch wird nur die Anschaffung und Installation eines eHealth BCS-Terminals bezuschusst. Mindestens vier Geräte müssen am Markt sein, damit ein Durchschnittspreis errechnet werden kann, aus dem sich dann die Höhe des Zuschusses ergibt. In der Region Nordrhein müssen 12 000 Arztpraxen, 6000 Zahnarztpraxen und 200 Krankenhäuser mit Kartenterminals versorgt werden, ehe die elektronische Gesundheitskarte ausgegeben werden kann. (Detlef Borchers)/ (cp)