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Gewerkschaft: Geld im Digitalpakt für Schulen reicht bei weitem nicht

Die GEW hat errechnen lassen, wieviel Geld Schulen für eine angemessene digitale Ausstattung brauchen. Der Digitalpakt reicht demnach nicht einmal im Ansatz.

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(Bild: Photographee.eu/Shutterstock.com)

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Die vorgesehenen fünfeinhalb Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen reichen nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nicht einmal im Ansatz für deren digitale Mindestausstattung. Die in Aussicht gestellten Mittel deckten gerade einmal ein gutes Viertel des kalkulierten Gesamtbedarfs, sagte GEW-Vorstandsmitglied Ansgar Klinger am Montag in Berlin zur Vorstellung eigener Zahlen. Demnach fehlen 15 Milliarden Euro und eine Verstetigung des sogenannten Digitalpakts sei dringend geboten.

Die Gewerkschaft hat berechnen lassen, wie hoch der jährliche finanzielle Gesamtbedarf der Schulen für die digitale Mindestausstattung ist. Nötig sind demnach rund 21 Milliarden Euro, wobei ein Großteil davon nicht auf Hard- und Software entfällt, sondern auf Personalkosten. "Der nicht hinlänglich sichergestellte IT-Support könnte sich als Achillesferse des Digitalpakts erweisen", warnen die Macher der Studie. Sie kommen auf 6200 bis 8300 nötige Vollzeitstellen für IT-Fachkräfte, die es auf dem Arbeitsmarkt derzeit aber gar nicht gebe.





Über den nach langem Hin und Her beschlossenen Digitalpakt können Schulen Fördergelder abrufen zum Aufbau eigener WLAN-Netze, zum Kauf von interaktiven Tafeln – sogenannten Smartboards – oder auch für Tablets. Das Geld ist zudem zur Qualifizierung von Lehrern für den Umgang mit den neuen Medien gedacht. Sollten die dafür zur Verfügung stehenden Mittel aber nicht drastisch erhöht werden, fürchtet die Gewerkschaft, dass es sich nur um ein Strohfeuer handeln könnte, das keine Nachhaltigkeit entfalte. (mit Material der dpa) / (mho)