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Gewerkschaft: Telekom setzt ver.di-Mitglieder unter Druck

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Die Gewerkschaft ver.di wirft der Telekom vor, Mitarbeiter von der Teilnahme am Streik abhalten zu wollen. "Die Telekom ist dabei, unsere Leute unbotmäßig zu bedrohen", sagte ver.di-Arbeitskampfleiter, Ado Wilhelm dem Tagesspiegel. Daher sei ver.di nicht wie bei früheren Streikmaßnahmen bereit, der Telekom mit Notfallvereinbarungen für besonders wichtige Projekte entgegenzukommen. So könne es sein, dass auch der im Juni in Heiligendamm stattfindende G8-Gipfel vom Streik betroffen sein könnte. Die Telekom wies die Vorwürfe zurück: "Wir setzen niemanden unter Druck, sondern informieren die Mitarbeiter über die rechtlichen Rahmenbedingungen", sagte eine Konzernsprecherin.

Dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel hatte Wilhelm bereits erläutert, dass der geplante Streik vor allem Geschäftskunden treffen solle. Der Protest richtet sich gegen die geplante Auslagerung von rund 50 000 Beschäftigten in den neuen Geschäftsbereich T-Service, die mit einem Lohnabschlag von neun Prozent und längeren Arbeitszeiten verbunden ist. Die Verhandlungen zwischen ver.di und dem Telekom-Management über die Auslagerung waren diese Woche abgebrochen worden. Am Freitag stimmte die Große Tarifkommission der Gewerkschaft einer Urabstimmung zu, die Anfang kommender Woche anlaufen soll. (dpa) / (anw)