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Gewinn bei Dialog Semiconductor verdreifacht

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Anders als Mobiltelefonmarkt und Halbleiterbranche verzeichnet die Firma Dialog Semiconductor Rekordzuwachs. Der Entwickler und Lieferant von integrierten Schaltkreisen vor allem für Handys konnte im vergangenen Jahr seinen Gewinn verdreifachen: 38,4 Millionen Euro lautete die Bilanz vor Steuern und Zinsen 6#150; das war ein Plus von 232 Prozent. Der Umsatz steigerte sich um 146 Prozent auf 214,5 Millionen Euro. Der Nettogewinn vervierfachte sich auf 26,6 Millionen Euro.

In über 70 Millionen Handys weltweit steckt einer der so genannten ASICs (Application Specific Integrated Circuits) von Dialog, auch in Mobiltelefonen von Ericsson und Siemens. Das Geschäftsjahr 2001 werde für das an Neuem Markt und NASDAQ notierte Unternehmen schwieriger, kündigte Vorstandschef Roland Pudelko an im Blick auf den drohenden Bestandsabbau bei Handy-Herstellern und der Übergang der Ericsson-Handy-Produktion an Flextronics.

Um neue Produkte und neue Kunden zu finden, hat Dialog stark in Forschung und Entwicklung investiert: Im vergangenen Jahr waren es fast 23 Millionen Mark an Investitionen auf diesem Sektor. Zudem stockte die Firma die Zahl der Ingenieure um 69 auf nun 145 auf. "Bei Dialog Semiconductor befinden sich derzeit acht neue Produkte in der Entwicklung, die in zukünftigen Mobiltelefonen zum Einsatz kommen", sagte Vorstandschef Roland Pudelko. Die Hälfte davon sei für neue Kunden bestimmt. Dialog Semiconductor hat ihren Hauptsitz in High Holburn bei London, schöpft aber fast alle Gewinne bei der 100-prozentigen Tochter Dialog Semiconductor GmbH in Kirchheim/Teck-Nabern, wo 120 von insgesamt 268 Mitarbeitern beschäftigt sind. (Götz Konrad) /